Yahoo legt in Streit mit Facebook zwei Patenten nach

Scott Thompson

Yahoo-CEO Scott Thompson.

New York – Yahoo verschärft den Patentstreit mit Facebook. Der Internet-Pionier ergänzte seine Klage gegen das weltgrösste Online-Netzwerk um zwei weiteren Patente. Damit wirft Yahoo Facebook jetzt die Verletzung von insgesamt zwölf Patenten vor. Facebook konterte Anfang des Monats mit einer eigenen Gegenklage, eines dieser Patente nennt Gründer Mark Zuckerberg als Haupterfinder.

Yahoo kritisierte in der am Wochenende veröffentlichten Klageerweiterung zugleich die von Facebook gewählte Patentauswahl: Die meisten davon seien in den vergangenen Monaten zusammengekauft und nicht selbst entwickelt worden.

Streit kommt für Facebook zur Unzeit
Für Facebook kam die Anfang März eingereichte Yahoo-Klage zur Unzeit: Das Unternehmen bereitet sich auf seinen Milliarden-Börsengang vor. Und eine ausgewachsene Patentschaft mit ungewissem Ausgang könnte Investoren verunsichern.

Facebook hatte im Zuge der Abwehrvorbereitungen auch mehrere hundert Patente von IBM erworben – laut einem US-Medienbericht auch solche, auf die Yahoo Lizenzen hält. Zuletzt kaufte das Online-Netzwerk zudem für 550 Millionen Dollar Microsoft ein Paket von AOL -Patenten ab, die der Software-Riese seinerseits erst vor kurzem übernommen hatte.

Patenstreit mit Google 2004
Yahoo hatte auch schon kurz vor dem Google-Börsengang 2004 die Patentkeule herausgeholt. Damals bekam Yahoo bei der Einigung 2,7 Millionen Google-Aktien, die wenig später mehrere hundert Millionen Dollar wert waren. (awp/mc/ps)

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