Aktien Asien: Uneinheitlich – Zurückhaltung dominiert

Nikkei
(Adobe Stock)

Tokio / Hongkong / Shanghai – Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Sie folgten damit einer trägen Wall Street. Die Veränderungen an den einzelnen Börsen hielten sich insgesamt in Grenzen, wobei die Verlierer die Gewinner überwogen.

Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda begründete das zurückhaltende Geschäft mit den US-Verbraucherpreisen am Donnerstag. Angesichts der Inflationssorgen an den Finanzmärkten kommt den Zahlen erhöhte Bedeutung zu. Warnsignale von der Inflationsseite hatten an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten immer wieder für Irritationen gesorgt.

Einen Vorgeschmack auf inflationäre Risiken lieferten die Erzeugerpreise in China. Diese waren im Mai so stark angestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Wie das Statistikamt in Peking am Mittwoch mitteilte, legten die Preise auf Grosshandelsebene um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu – noch einmal etwas mehr als im April, als die Preise bereits um 6,8 Prozent gestiegen waren.

Die Frage sei nun, ob die chinesischen Produzenten die Preise auf die Verbraucher umschlagen könnten, merkte Halley an. Bislang ist dies nicht der Fall: Die chinesischen Verbraucherpreise stiegen im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent. Hier hatten Experten mit einen etwas höherem Plus gerechnet.

An der Tokioter Börse schloss der Nikkei 225 mit einem Minus von 0,35 Prozent bei 28’860,80 Punkten. Der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 grössten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, sank zuletzt um 0,16 Prozent auf 5223,83 Punkte. Der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor im späten Handel 0,28 Prozent auf 28’699,81 Zähler. Leichte Gewinne verzeichneten dagegen indische Aktien. (awp/mc/ps)

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