Aktienfokus Roche: Kostenkontrolle wird gelobt

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Zürich – Die Roche-Titel zeigen sich im frühen Handel am Donnerstag bislang wenig beeindruckt vom Semesterausweis der Gruppe. Der Pharma-Konzern litt im erste Halbjahr wie erwartet unter der Stärke des Schweizer Frankens. Wie von einigen Marktteilnehmern bereits im Vorfeld erhofft, gelang den Baslern jedoch eine Verbesserung der Betriebsgewinnmarge.

Die von CEO Severin Schwan eingeleiteten Effizienzsteigerungsmassnahmen tragen hier ihre Früchte. Insgesamt zeigen sich die Analysten in ihren ersten Kommentaren verhalten positiv. Roche eröffneten den Börsenhandel noch im Plus, drehten allerdings bereits früh in die Minuszone. Nach einem Absacken auf das bisherige Tagestief von 138,70 CHF bewegt sich der Genussschein nun mehr oder weniger um die Nulllinie. Um 9.45 Uhr stehen Roche 0,1% tiefer auf 139,60 CHF. Der SMI steht zur gleichen Zeit auf Höhe des Vortages.

«Operational Excellence» trägt Früchte
Die Analysten zeigen sich in ihren Reaktionen nicht zuletzt von der Kostendisziplin angetan. Der Betriebsgewinn sei dank einer guten Kostenkontrolle in allen Bereichen über den Erwartungen ausgefallen, schreibt die Bank Vontobel. Für die DZ Bank weist der über den Erwartungen ausgefallene Kernbetriebsgewinn auf einen überraschend hohen Erfolg des Kostendämpfungsprogramms ‹Operational Excellence› hin. Auch Sanford Bernstein lobt den schlankeren Konzern und hebt die höheren Margen positiv hervor. Mit dem eingeschlagenen Effizienzprogramm scheine der Pharmakonzern trotz Gegenwind auf Kurs, resumiert Wegelin.

Umsatzentwicklung enttäuscht

Weniger angetan ist die Analystengemeinde von der Umsatzentwicklung. Hier vermochte Roche die durchschnittlichen Prognosen nicht ganz zu erfüllen. Der Umsatz habe enttäuscht, so Bernstein. Auch für Jeffries blieben die Verkäufe leicht hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz sei wie erwartet durch die Wechselkurse, Avastin gegen Brustkrebs sowie die tieferen Tamiflu-Verkäufe belastet worden, begründet die ZKB den Rückgang. Für Vontobel haben nicht zuletzt die Pharma-Umsätze in Europa und Japan enttäuscht. In Europa dürften nach Meinung der Bank die Währungseffekte einen höheren als erwarteten Einfluss gehabt haben.

«Solides Resultat»
In der Gesamtbeurteilung des Ergebnisausweises spricht Jeffries von einem ’soliden› Resultat. Für die DZ Bank bewegt sich der Ausweis im Grossen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen. Mit Blick auf die Roche-Titel sehen die Analysten durchaus ein gewisses Unterstützungspotential. Das Halbjahresresultat deute auf ein verbessertes Risikoprofil von Roche für die zweite Jahreshälfte hin, so Morgan Stanley. Auch die DZ Bank erwartet ausgehend vom Semesterausweis Aufwärtspotential. (awp/mc/ps)

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