Aktienfokus: Roche nach Studiendaten besser als Markt

Roche

Roche-Sitz in Basel.

Zürich – Die Titel des Pharmakonzerns Roche halten sich am Freitag im Morgenhandel in einem schwächeren Markt etwas besser als der Durchschnitt und die Titel des Branchennachbarn Novartis. Markbeobachter führen dies auf den leicht positiven Effekt der gestern bekannt gegebenen Zusammenarbeit mit Bristol-Myers Squibb bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Hautkrebs sowie der guten Studiendaten zu Tarceva zurück.

Bis um 09.45 Uhr verlieren die Roche GS um 0,6% auf 147,50 CHF. Der Leitindex SMI verliert um 0,8%; Novartis geben um 0,9% nach. Zu den Studiendaten für Tarceva kommentiert Regina Hecker von der Bank Vontobel, dass die Daten für das progressionsfreie Überleben (PFS) mit Tarceva als Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenem nicht kleinzelligen Lungenkrebs mit EGFR-Mutation positiv seien. Die Analystin schränkt allerdings ein, dass sie bei der westlichen Probandengruppe eine ähnliche Wirksamkeit wie in der chinesischen Studie erwartet hatte (PFS von 13,1 Monaten). Roche hatte den PFS mit 9,7 Monaten angegeben. Die Bank Vontobel schätzt den Spitzenumsatz für das Medikament auf 1,62 Mrd CHF.

Studienergebnisse für Tarceva als «leicht positiv»
Die ZKB wertet die Studienergebnisse für Tarceva als «leicht positiv». Von der Zusammenarbeit von Roche mit Bristol-Myers Squibb erwartet Andrew Weiss von der Bank Vontobel, dass damit die Investitionen vor dem Markteintritt von Konkurrenten geschützt werden können. Allerdings dürfte sich dadurch der Markt für Roche nicht vergrössern. So wird der Spitzenumsatz von Vemurafenib unverändert auf 600 Mio CHF geschätzt. Die Erfolgswahrscheinlichkeit wird mit 40% veranschlagt. Die Bank Vontobel bewertet die Roche GS mit «Buy» (Kursziel: 170 CHF). (awp/mc/ps)

SIX Swiss Exchange

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