Aktienfokus: Transocean unter Druck

Ölkatastrophe Golf von Mexiko

Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor einem Jahr.

Zürich – Belastet von einer Klage des Ölkonzerns BP sind die Aktien von Transocean am Donnerstag auf Tauchfahrt gegangen. Der britische Ölgigant schlägt ein Jahr nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zurück und verklagt den Plattform-Betreiber nun auf 40 Mrd USD. BP wirft Transocean vor, dass es ohne dessen «Fehlverhalten» nicht zu der Katastrophe gekommen wäre.

Gegen 11.20 Uhr fallen die Titel als SMI-Schlusslicht um 6,1% auf 63,55 CHF. Bislang sind 370’000 Titel gehandelt bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen von gut 550’000 Stücken. Der SMI legt derweil um 0,36% zu.

Verklagte Gesellschaften werden wohl teilweise in Regress genommen
Die ZKB geht von einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass zumindest teilweise die von BP verklagten Gesellschaften in Regress genommen werden. Neben Transocean wird die Herstellerin des Absperrventils Cameron International auf Schadenersatz verklagt und auch Halliburton, die den Zement für das Auskleiden des Bohrlochs geliefert haben, stehen auf der Liste. Die Kantonalbank wertet die Nachricht entsprechend negativ für Transocean.

Hauptrisiko Rechtsstreitigkeiten
Vontobel-Analyst Andreas Escher sieht die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten sowie die möglicherweise zu zahlenden Strafen als ein Hauptrisiko an. Bis die Gerichte entschieden hätten, blieben die finanziellen Auswirkungen der Ölkatastrophe unklar. Anleger sollten sich daher bei den Transocean-Titeln weiter zurückhalten. Entsprechend bewertet Escher die Aktie bei einem Kursziel von 80 CHF mit ‹Hold›. (awp/mc/gh)

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