CH-Ausblick: Etwas schwächer

CH-Ausblick: Etwas schwächer

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag etwas schwächer in die letzte Handelswoche des dritten Quartals starten. Im Blick der Anleger stehen erneut Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum sowie die Schuldenkrise im Euroraum. Die Aussagen beim Treffen des IWF am Wochenende hätten es nicht geschafft, Vertrauen zu schaffen, heisst es von Beobachtern. Zugleich erwarten Experten in Deutschland einen deutlich schwächeren Ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat September.

Die Vorgaben aus Übersee sind derweil uneinheitlich. Während der Future auf den US-Leitindex Dow Jones seit der Schlussglocke in Europa leicht hinzugewann, gaben die Börsen in Asien deutlich nach. Im Fokus steht bei den Einzelwerten zweifellos die UBS nach dem Rücktritt von CEO Oswald Grübel.

Bis um 08.20 Uhr sinkt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete Leitindex SMI um 0,84% auf 5’254,55 Punkte.

Die Bankaktien werden mit den deutlichsten Verlusten taxiert. CS geben 1,2% und UBS um 1,4% nach. UBS-CEO Grübel hatte am Samstag seinen Rücktritt bekanntgegeben, nachdem ein Händler in der Investmentbank mit unerlaubten Geschäften in London 2,3 Mrd USD in den Sand gesetzt hatte. Unter dem neuen Chef Sergio Ermotti wird die Zukunft der Investmentbank zum Thema. Der 51-jährige Tessiner führt die Bank derzeit nur interimistisch: Schon Mitte November will die Bank die Aktionäre und die Öffentlichkeit aber darüber informieren, wie es mit der Bank weitergehen soll.

Mehrere News müssen die Aktionäre von Pharmatiteln verarbeiten. Roche (-0,8%) erzielte in einer Studie mit der Kombination von Avastin (Bevacizumab) und Pemetrexed bei Patienten mit zuvor unbehandeltem oder fortgeschrittenem Lungenkrebs einen Erfolg. Pharmakonzern Novartis (-0,6%) ist einerseits in einer Phase-III-Studie zum Medikament Afinitor zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs den primären Endpunkt erfolgreich und andererseits erzielte das Unternehmen mit dem Krebsmedikament Glivec/Gleevec in der Phase-III-Studie einen Erfolg.

Belastungsfaktor für den Index dürften Nestlé (-0,6%) sein. Am Markt ist von einer Abstufung der Titel durch ING auf «Hold» von «Buy» zu hören.

Die konjunktursensitiven Titel von ABB und Holcim geben um jeweils 1,2% nach. Die Luxusgütertitel von Swatch und Richemont verbilligen sich um jeweils 1%.

Bei den Nebenwerten steigerte der Backwarenhersteller Aryzta im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 (per 31.7.) den Umsatz deutlich. Positives ist von Kuoni zu hören. Die Flüge nach Ägypten seien nahezu ausgebucht, sagte CEO Peter Rothwell im Gespräch mit der «FuW». (awp/mc/ps)

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