CH-Ausblick: Tiefer erwartet – Konjunktursorgen belasten

CH-Ausblick: Tiefer erwartet – Konjunktursorgen belasten

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den Handel am Dienstag mit etwas tieferen Notierungen eröffnen. Damit könnte die technische Erholung der drei vorangegangenen Börsentagen vorerst gestoppt werden. Händler bezeichneten zwar die Vorgaben aus den USA als freundlich, belastend dürften jedoch schwächer als erwartet ausgefallene BIP-Zahlen aus Deutschland wirken.

Die deutsche Wirtschaft hat nach einem starken Jahresauftakt im zweiten Quartal spürbar an Fahrt verloren. Das deutsche BIP ist lediglich um 0,1% zum Vorquartal gewachsen während Ökonomen einen Anstieg um 0,4% erwartet hatten. Kurz vor Mittag werden zudem Zahlen zur BIP-Entwicklung im zweiten Quartal aus der EU erwartet. Spätestens in der zweiten Handelshälfte dürfte sich der Fokus der Anleger auf die Publikation von US-Konjunkturdaten richten. Erwartet werden Angaben zur Industrieproduktion, zum Häuserbau sowie zu den Import- und Exportpreisen.

Der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI verliert bis um 08.25 Uhr um 0,14% auf 5’317,48 Punkte.

Im Bluechips-Segment hat Geberit (kein vorbörslicher Kurs) Zahlen zum ersten Halbjahr vorgelegt. Das Sanitärtechnikunternehmen hat die Vorgaben der Analysten verfehlt und die Titel dürften mit Kursabschlägen in den regulären Handel starten.

Abgaben sind auch bei den Index-Schwergewichte Novartis und Roche (vorbörslich je -0,1%) Im Rahmen einer Sektorstudie hat Goldman Sachs die Kurszielschätzungen für die beiden Pharmawerte gesenkt, die Ratings wurden allerdings auf «Neutral» respektive «Buy» belassen. Nestlé (-0,1%) wurden derweil von Exane BNP auf «Underperform» nach zuvor «Outperform» abgestuft. Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns seien im Vergleich zu den Branchennachbarn hoch bewertet, so die Begründung.

Tiefer tendieren etwa auch noch Adecco (-0,3%), Holcim (-0,2%), ABB (-0,2%) oder auch die Banken CS und UBS (je -0,2%). Gewinner sind im vorbörslichen Handel derzeit keine auszumachen.

Im breiten Markt haben eine Reihe von Unternehmen Zahlen publiziert. So machten unter anderen der Dentalimplantatespezialist Straumann, der Aufzug- und Fahrtreppenhersteller Schindler oder die in der Bodenbelags- und Klebstoffindustrie tätige Forbo Gruppe Angaben zum ersten Halbjahr 2011. Dabei hatten alle mit dem starken Franken zu kämpfen. (awp/mc/pg)

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