CH-Eröffnung: Knappes Minus

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt gibt am Mittwoch im frühen Geschäft leicht nach. Die Vorgaben aus den USA sind ebenso deutlich negativ wie diejenigen aus Asien. Der von den Handelsspannungen zwischen den USA und China zu Wochenbeginn eingeleitete Korrekturkurs setzt sich damit vorerst fort, auch wenn der Gesamtmarkt lediglich minim tiefer notiert. Ein Hinweis auf die erhöhte Nervosität der Investoren ist die zuletzt wieder deutliche gestiegene Volatilität. So hat der entsprechende Index für den SMI, der VSMI, zuletzt wieder die Marke von 14 Punkten übersprungen.

Der Handelsdisput zwischen den beiden Grossmächten wird wohl für den Rest der Woche das bestimmende Thema bleiben. Da am Donnerstag und Freitag Verhandlungen anstünden, gebe es zwar Hoffnungen auf einen positiven Ausgang im Zollstreit, hiess es in Marktkreisen. Diese seien aber eher gering. Der Markt fahre deshalb fort, die höheren Zolltarife für China einzupreisen. Denn dadurch könnte das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft gebremst werden.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 9.10 Uhr 0,12 Prozent tiefer bei 9’565,42 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 0,08 Prozent auf 1’489,55 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,03 Prozent auf 11’590,59 Punkte. Von den 30 Top-Werten stehen 13 im roten Bereich und 15 im grünen, während SGS und Givaudan unverändert notieren.

Im Fokus stehen am Berichtstag Nestlé, welche gegen den schwachen Gesamttrend 0,1 Prozent zulegen und damit den Gesamtmarkt stützen. Der Nahrungsmittelmulti hatte am Vortag in den USA einen Investorentag abgehalten und dabei einen Umbau des Liefersystems von Pizza und Glacé in den USA angekündigt. Dieser ist mit einem grösseren Personalabbau verbunden, in Medienberichten wird die Zahl von 4’000 Personen genannt – so viele wie im Tiefkühlbetrieb in den USA beschäftigt sind.

In Marktkreisen wird der Ausstieg aus dem Direktvertrieb (Direct-Store-Delivery) für gefrorene Waren begrüsst. Dies sei eine positive Nachricht, heisst es etwa bei Morgan Stanley.

Die grössten Verluste im allgemein wenig verändert Markt verzeichnen derzeit mit CS (-0,7%) und UBS (-0,8%) sowie Swiss Life (-0,6%) und Swiss Re (-0,4%) einige Finanzwerte.

Auch Adecco (-0,5%) geben leicht überdurchschnittlich nach. Die Aktien des Stellenvermittlers gehörten am Vortag im Anschluss an gute Erstquartalszahlen noch zu den wenigen Gewinnern. Allerdings bröckelten diese wie bei den meisten anderen Aktien im Tagesverlauf zu einem guten Teil ab und waren am Schluss (+0,4%) nur noch moderat im Plus.

Auf der Gegenseite legen Temenos (+1,0%) am meisten zu. Swatch (+0,7%) auf Position zwei werden von einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf „Equalweight“ gestützt. (awp/mc/pg)

SIX Swiss Exchange

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