CH-Schluss: Leichte Verluste – Schwergewichte halten SMI im Minus

CH-Schluss: Leichte Verluste – Schwergewichte halten SMI im Minus

Zürich – Am Dienstag hat der Schweizer Aktienmarkt mit leichten Abgaben geschlossen. Zu Beginn des Handels verzeichnete der Leitindex SMI deutliche Verluste, konnte diese aber bis am Mittag hinter sich lassen und tendierte fortan um den Vortageschlusskurs. Am Ende setzte sich aber das negative Sentiment durch. Unterstützung fand der Markt bei den stark avancierenden UBS sowie leicht besser als erwarteten US-Konjunkturzahlen, die Abgaben in den drei Indexschwergewichten konnten aber nicht kompensiert werden.

Die am späten Nachmittag publizierten US-Industrieaufträge für den Dezember waren nicht so stark wie befürchtet gesunken. Dies sorgte für eine leicht aufgehellte Stimmung am Markt. Am Ende behielten aber die Bären die Oberhand. Vor allem Sorgen um die unerwartet stark eingetrübten Einkaufsmanager-Indices der US-Industrie vom Vortag dominierten die Stimmung. Dazu kam auch noch ein schwaches Wachstum der chinesischen Wirtschaft aufgrund der zunehmend strafferen US-Geldpolitik.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,18% tiefer bei 8’092,53 Punkten. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte hingegen leicht um 0,28% auf 1’239,65 Zähler zu, während der breite Swiss Performance Index (SPI) ebenfalls an Wert einbüsste und um 0,18% tiefer bei 7’733,24 Punkten schloss. Von den 30 wichtigsten Titeln gingen 16 im Minus, 12 im Plus und SPS und ABB unverändert aus der Sitzung.

Im Mittelpunkt stand der Jahresabschluss der UBS (+5,4%). Das Geldinstitut hatte am Morgen den Zahlenreigen der Grossbanken eröffnet und überraschte dabei positiv. Mit den klaren Gewinnen stützte der Titel auch den SMI und bewahrte den Index vor noch grösseren Abgaben. Die Bank konnte sich 2013 verbessern und präsentierte unerwartet gute Zahlen. Zudem stellte die Bank eine höhere Dividende in Aussicht. Marktteilnehmer beurteilten das Ergebnis als solide. Goldman Sachs bestätigte zudem ihre Kauf-Empfehlung und erhöhte das Kursziel leicht.

Von den guten Zahlen profitierten auch die Papiere der Konkurrentin Credit Suisse (+0,9%). Die Bank wird ihren Jahresabschluss am Donnerstag vorlegen. Im Zuge der guten Zahlen der UBS hätten sich auch Dividendenhoffnungen bei der CS breit gemacht, so ein Marktbeobachter. Die Aktien des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,7%) schafften am Ende den Sprung ins Plus. Am Vortag markierten die Papiere mit einem Minus 5,9% die grössten Verlierer im SMI/SLI.

Neben den Grossbanktiteln zählten auch Actelion (+2,4%), Geberit und Dufry (je +1,3%) zu den grössten Gewinnern im SMI/SLI.

Dass sich der SMI nicht im Plus festsetzen konnte, lag zu einem grossen Teil an den deutlichen Abgaben in Nestlé (-1,4%) und Novartis (-1,1%). Nur leicht im Minus schlossen derweil Roche (-0,3%). Dem Nahrungsmittel-Konzern Nestlé wurde am Dienstag ein Interesse am Verkauf der Sparte Davigel nachgesagt, nachdem der Konzern am Vortag bereits die Marken „PowerBar“ und „Musashi“ im Rahmen der Optimierung des Produktportfolios veräussert hat.

Noch grössere Verluste verzeichneten unter den Blue Chips lediglich die Aktien des Hörsystem-Herstellers Sonova (-3,4%), aber auch für den LifeScience-Konzern Lonza (-1,2%) ging es deutlich nach unten. Kursrelevanten Nachrichten waren aber nicht vorhanden.

Wenig von einem „read across“ profitierten bei den Assekuranzen Swiss Re (-0,1%). Konkurrent Munich Re hatte trotz Preiskampf und Zinstief im 2013 überraschend mehr Gewinn als im Vorjahr erzielt und stockt in der Folge die Dividende leicht auf.

Im breiten Markt galt das Interesse der Investoren unter anderem den Titeln des Halbleiter-Herstellers ams (-3,0%). Das Unternehmen hatte zwar Zahlen im Rahmen der Erwartungen abgeliefert, der Ausblick für das erste Quartal 2014 fand unter Analysten aber wenig Anklang.

Implenia (+5,7%) gehörten bei markant überdurchschnittlichem Volumen ebenfalls zu den auffälligsten Titeln im SPI. Händler wussten zu berichten, dass die Titel zu Letzt stark überverkauft gewesen seien, weshalb es nun zu Zukäufen gekommen sei.

Die Aktien des Spezialkunststoffherstellers Gurit (-4,8%) wurden nach ersten Zahlen für 2013 von der UBS auf „Sell“ von „Neutral“ zurückgenommen. Bereits am Vortag hatten die Titel 2,2% verloren. Die Aktionäre der Beteiligungsgesellschaft Nebag (-2,4%) goutierten derweil die vorbörslich angekündigte Dividendensenkung auf 0,70 CHF nicht. (awp/mc/pg)

SIX Swiss Exchange

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