CH-Eröffnung: Schwergewichte hieven SMI über 14’000 Punkte
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist freundlich in die neue Woche gestartet. Insbesondere die starken Schwergewichte führen dabei den Leitindex SMI wieder über die Marke von 14’000 Punkten. Der Start in die neue Woche dürfte nachrichtenmässig noch relativ ruhig verlaufen. Mit unter anderem verschiedenen Inflationskennzahlen und vor allem dem US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag steht konjunkturmässig eine intensive Woche bevor.
Was das Börsensentiment betrifft, halten sich laut einem Marktkommentar der St. Galler Kantonalbank derzeit Rücken- und Gegenwind die Waage. Obschon die geopolitische Lage immer verworrener und undurchsichtiger werde, hielten sich die Aktienmärkte in der Nähe historischer Höchststände. Weiterhin im Fokus bleiben auch die hohen Renditen der Staatsanleihen und der Nahost-Konflikt.
Nachdem US-Präsident Trump den neuen Vorschlag Irans zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus am Wochenende abgelehnt hat, hat Iran seine Bedingungen für einen Neustart von Friedensgesprächen bekräftigt. Beide Seiten hätten im Anschluss zwar weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisiert, heisst es in einer Einschätzung der Commerzbank. Die Situation scheine aber festgefahrener denn je.
Der SMI verzeichnet gegen 9.10 Uhr ein Plus von 0,87 Prozent und steht bei 14’066,78 Punkten. Bei den 20 SMI-Titeln kommen auf 18 Gewinner zwei Verlierer. Der Mid-Cap-Index SMIM legt 0,37 Prozent auf 3’125,25 Punkte zu und der breite SPI 0,74 Prozent auf 19’917,24 Punkte.
Ölpreis widerspiegelt anhaltende Nervosität
Entsprechend den einmal mehr gedämpften Hoffnungen auf einen Ausweg aus dem Nahostkonflikt haben auch die Ölpreise ihren jüngsten Anstieg bestätigt, bzw. zum Start in die neue Woche noch einmal etwas ausgeweitet. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei rund 107 US-Dollar.
Getragen wird der Gesamtmarkt von den starken Schwergewichten: Roche (+1,4%) legen dabei am meisten zu, der Pharmakonzern führt am Montag einen sogenannten «Pharma-Day» durch. Novartis (+1,1%) und Nestlé (+1,2%) zeigen sich indes ähnlich stark.
UBS (+0,5%) legen im frühen Geschäft leicht zu und bestätigen damit die starken Gewinne vom Freitag (+3,5%). Die Bank steht mit für sie günstigeren neuen Kompromiss-Vorschlägen aus dem Nationalrat zur Kapitalunterlegung weiterhin im Blickfeld der Investoren.
Die grössten Gewinne zeigen derzeit Lonza (+1,9%), gegen den Trend geben ABB (-0,6%) und Logitech (-0,5%) nach.
Im breiten Markt fallen Calida (+7,5%) nach der Ankündigung einer grosszügigeren Ausschüttungspolitik und eines Aktienrückkaufprogramms positiv auf. (awp/mc/ps)