CH-Eröffnung: SMI gibt vor SNB-Zinsentscheid leicht nach
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Belastet wird die Stimmung von wieder höheren Ölpreisen und dem kräftigen Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen. Hierzulande richtet sich der Blick auf die Lagebeurteilung der SNB.
Überraschend starke US-Konjunkturdaten vom Mittwoch haben die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der Fed verstärkt. Gleichzeitig notiert Brent wieder bei rund 103 Dollar je Fass. «Starke Konjunkturdaten bei gleichzeitig hohem Preisdruck sind genau die Kombination, die weitere Zinserhöhungserwartungen nährt», heisst es in einem Kommentar von Swissquote. Renditen von über 5 Prozent machten US-Staatsanleihen zunehmend attraktiv und könnten Kapital aus Aktien in Anleihen ziehen.
Hierzulande sind sich die Experten weitgehend einig damit, dass die SNB ihren Leitzins unverändert bei null Prozent belässt. Trotz des jüngsten Inflationsanstiegs gilt der unmittelbare Handlungsdruck als gering, da die Teuerung weiterhin innerhalb des Zielbandes liegt.
SMI leicht im Minus
Der SMI verliert gegen 09.10 Uhr 0,10 Prozent auf 13’907,63 Punkte. Zwölf Verlierern stehen acht Gewinner gegenüber. Der Mid-Cap-Index SMIM gibt um 0,01 Prozent auf 3’118,22 Punkte nach, der breite SPI um 0,16 Prozent auf 19’723,64 Zähler.
Am stärksten verlieren Logitech (-2,6%). Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach der starken Entwicklung seit Wochenbeginn. Auch UBS (-1,6%) setzen ihre Vortagesverluste fort. Am Mittwoch hatte sich der Ständerat für eine deutliche Verschärfung der Eigenmittelvorschriften für die Grossbank ausgesprochen.
Zurich (-1,3%) stehen ebenfalls unter Druck, wobei ein Aktienverkauf durch das Management im Wert von rund 2,38 Millionen Franken belasten könnte. Auch Swiss Life und Swiss Re geben im Rahmen einer insgesamt schwächeren Versicherungsbranche nach.
Etwas Unterstützung erhält der SMI dagegen von den Schwergewichten Novartis (+0,5%) und Nestlé (+0,2%).
Kursbewegende Unternehmensnachrichten sind ansonsten dünn gesät. In den hinteren Reihen fallen Burckhardt Compression (-3,4%) nach einer Kurszielsenkung durch Berenberg deutlicher zurück. (awp/mc/pg)