CH-Eröffnung: SMI fällt unter 13’000 Punkte – Erholung abgeblasen

CH-Eröffnung: SMI fällt unter 13’000 Punkte – Erholung abgeblasen
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abgaben in den Handel gestartet. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs schwinden, nachdem der Iran gemäss Berichten des US-Geheimdienstes begonnen hat, die Strasse von Hormus zu verminen. Zudem hat ein «unbekanntes Geschoss» ein Containerschiff getroffen, wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) meldete.

Im Zuge des Iran-Krieges bleibe der Energiemarkt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger, heisst es am Markt. Die Ölpreise hatten zu Wochenbeginn zeitweise nahe 120 US-Dollar je Barrel erreicht, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-Konflikt. Am Mittwoch wurden für ein Barrel Brent-Öl zuletzt nur noch rund 90 USD bezahlt. Im Markt wird darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven freigeben könnten, um mögliche Angebotsausfälle zu kompensieren.

Heute stehen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus. Dabei dürfte die Inflation in den USA laut Prognosen nur langsam sinken, was den Spielraum für schnelle Zinssenkungen einschränke. Aussedem ist die Ölpreisvolatilität im Februar-CPI noch kaum abgebildet, so dass die Aussagekraft begrenzt sein dürfte.

Der SMI fällt gegen 09.15 Uhr um 0,8 Prozent auf 12’960,59 Punkte zurück. Damit wurden die leichten Gewinne vom Vortag auf einen Schlag ausradiert. Von den 20 SMI-Titeln geben ausser Alcon (+0,7%) alle nach. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte verliert 0,98 Prozent auf 2958,60 Punkte und der breite SPI um 0,85 Prozent auf 17’968,54 Punkte.

Auch an den wichtigsten europäischen Börsen geht es abwärts. Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg sorgen auch hier für Nervosität. Derweil sind die Indikationen für die US-Börsen im Vorfeld der Inflationszahlen am Nachmittag noch richtungslos.

Finanzwerte und Pharma belasten
Bei den Bluechips geben Partners Group (-1,7%) am deutlichsten nach. Der Vermögensverwalter hatte gestern noch Zahlen präsentiert und nach einem volatilen Kursverlauf etwas fester geschlossen. Auch die UBS-Titel (-0,8%) geben einen Teil der Vortagesgewinne preis. Ebenfalls tiefer notieren die Pharmawerte Roche (-1,7%) und Novartis (-1,0%), was den Leitindex zusätzlich belastet.

Auch in den hinteren Reihen dominiert die Farbe Rot. Bei den grössten SMIM-Verliererm sind Galderma mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 150 Franken zu finden. Der Hautpflegekonzern hat im Zusammenhang mit einer Platzierung eines grossen Aktienpakets für 1,6 Millionen eigene Aktien zu 143,75 Franken erworben. Der Free Float steigt damit laut Galderma von 65 Prozent auf rund 80 Prozent.

Im Fokus stehen heute auch die hiesigen Technologiewerte. Für Unterstützung könnten dabei positive Nachrichten aus den USA sorgen: Die jüngsten Quartalszahlen des Oracle wurden am Markt positiv aufgenommen und konnten die zuvor aufgekommenen Sorgen rund um das Geschäft mit Rechenzentren vorerst dämpfen. Auf VAT (-1,7%) und Inficon (-1,4%) strahlt dies bislang aber nicht ab.

Derweil präsentierten in den hinteren Reihen Avolta (+2,5%) die Zahlen. Der Reisedetailhändler hat Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert und laut Analysten vor allem beim organischen Wachstum im Schlussquartal überzeugt. Leicht im Minus nach Zahlen sind dagegen die BKW-Aktien (-0,5%). (awp/mc/pg)

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