CH-Schluss: SMI legt um 0,39% auf 8885 Punkte zu

CH-Schluss: SMI legt um 0,39% auf 8885 Punkte zu

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach zwei negativen Handelstagen wieder im Plus geschlossen. Nach einem verhaltenen Handelsauftakt legten die Indizes bis zum Nachmittag kontinuierlich zu, wurden dann aber von einer schwachen US-Börseneröffnung nach unten gezogen. In den USA würden die Anleger weiterhin von der Aussicht auf bald steigende Leitzinsen gebremst, hiess es. Zuletzt hatten gute US-Konjunkturdaten die Erwartung geschürt, dass die seit langem angekündigte Zinswende im Dezember kommen könnte.

In Europa hoffen die Marktteilnehmer dagegen auf weitere geldpolitische Impulse der Europäischen Zentralbank EZB. Allerdings hatte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag an einer Rede keine neuen Hinweise auf eine mögliche Ausweitung des Anleihen-Kaufprogramms abgegeben. Schwache Konjunkturdaten aus China hatten derweil auch Spekulationen über weitere Stimulierungsmassnahmen im Reich der Mitte aufkommen lassen.

Der Swiss Market Index (SMI) legte bis zum Börsenschluss um 0,39% auf 8’884,55 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in welchem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewann 0,62% auf 1’338,64 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) legte 0,45% zu auf 9’108,70 Stellen. Von den 30 Blue Chips notierten am Schluss 26 im Plus und 4 im Minus.

Klare Avancen verzeichneten Zykliker wie Lonza (+3,5%) oder LafargeHolcim (+2,3%). Das JPMorgan-Aktienresearch bestätigte sein Rating „Overweight“ für den Zementkonzern – dieser dürfte zwar ein schwaches drittes Quartal vorlegen, dies sei aber im Aktienkurs bereits reflektiert, so der Analyst. SGS (+1,2%) wurden derweil von einer bekräftigten Kaufempfehlung und einer Kurszielerhöhung der Deutschen Bank gestützt.

Fest zeigten sich aber auch die Versicherungstitel Bâloise (+2,0%) sowie Zurich (+1,4%). Die Analysten der CS sowie der Bank Berenberg senkten für Zurich nach den schwach ausgefallenen Quartalszahlen von letzter Woche das Kursziel leicht, bekräftigten aber ihre Kaufempfehlung. Ein Kurstreiber bleibe die Aussicht auf eine erneut attraktive Dividende, hiess es.

Swiss Life (+1,9%) zeigten sich vor dem für Donnerstag angekündigten Quartalsbericht ebenfalls fester und auch Swiss Re (+1,3) legten über dem Marktschnitt zu. Der Rückversicherer hatte am Morgen den Start seines Aktienrückkaufprogramms über 1 Mrd CHF angekündigt.

Erholungstendenzen zeigten zudem die Luxusgütertitel Richemont (+1,4%) und Swatch (+1,1%). Baader Helvea blieben bei ihrer Kaufempfehlung für die Swatch-Papiere – für mittelfristige Anleger seien die Titel auf dem derzeitigen Kursniveau eine Kaufgelegenheit, meint der Experte.

Nur verhalten im Plus schlossen die schwergewichtigen Pharmawerte Roche (+0,3%) und Novartis (+0,1%). Roche konnte die US-Zulassung für ein Mittel gegen Hautkrebs vermelden. Die Morgan Stanley-Analysten strichen in einer Studie zum Dermatologie-Markt zudem das neue Schuppenflechte-Medikament Cosentyx von Novartis heraus, dem sie bis ins Jahr 2020 einen Umsatz von bis zu 4,5 Mrd USD pro Jahr zutrauen.

Die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,8%) konnten bis Handelsende einen Teil der Verluste vom Vortag wettmachen. Am Dienstag waren die Aktien der Vermögensverwaltungsbank nach einem enttäuschenden 10-Monats-Zwischenbericht als schwächste Blue-Chip-Titel aus dem Handel gegangen. Schwach zeigten sich dagegen die Grossbankenwerte UBS (-0,2%) und CS (-0,6%).

Mit Verlusten schlossen zudem die volatilen Aryzta (-0,2%) sowie die Titel des Ölbohrunternehmens Transocean (-5,5%), die von den deutlich gefallenen Ölpreisen belastet waren.

Am breiten Markt gewannen die Papiere des Elektronik-Komponentenherstellers Lem (+2,8%) nach Zahlenvorlage, während jene der Immobiliengesellschaft Züblin (-2,4%) im Anschluss an die Zahlenpublikation klare Einbussen verzeichnen. Santhera (+5,2%) profitierten von neuen Studiendaten.  (awp/mc/pg)

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