CH-Eröffnung: SMI nimmt 14’500er Marke ins Visier
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt bleibt auch zum Wochenstart in Rekordlaune. Gleich in den ersten Minuten nach dem Börsenstart schraubte er die Bestmarke abermals nach oben. Damit knüpft er an seine starke Performance der Vorwoche an, in der er 1,8 Prozent hinzugewonnen hatte. Impulse kommen aktuell vor allem von der Wall Street. Sie war am Freitag zwar feiertagsbedingt geschlossen, die Futures deuten aber auf eine freundliche US-Eröffnung hin.
Grosse Störfeuer von der Lage im Nahen Osten sind über das Wochenende ausgeblieben. Dieses stand für US-Präsident Donald Trump ganz im Zeichen der amerikanischen 250-Jahr-Feier. Für die Märkte bleibt die Lage im Nahen Osten gleichwohl heikel, denn der Iran-/Hormus-Komplex ist noch weit weg von gelöst. Gleichzeitig laufen die Diskussion um US-Zölle und Industriepolitik weiter.
Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr um 0,21 Prozent hinzu auf 14’454,74 Punkte. In den ersten Handelsminuten setzte er die Rekordmarke auf nun 14’464 Punkte fest. Von den 20 Titeln notieren 16 im Plus. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,13 Prozent auf 3209,38 Punkte, und der breite SPI zieht um 0,21 Prozent auf 20’370,23 Punkte an.
Diese Woche dürfte noch vergleichsweise ruhig verlaufen, bevor dann in der kommenden Woche die Berichtssaison zügig Fahrt aufnimmt. In den USA legen diese Woche mit PepsiCo und Levi’s konsumorientierte Unternehmen ihre Geschäftszahlen vor. Zudem steht das Protokoll der letzten Fed-Sitzung an – der ersten unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh. Zu seinen zentralen Nachrichten gehörte ein Schwerpunkt auf «Preisstabilität» sowie eine Änderung der Kommunikationsstrategie des Fed.
Auf Unternehmensseite stehen zunächst die Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich im Fokus, die mit Kursgewinnen von bis zu 1,8 Prozent das Gewinnerfeld anführen.
Als Stützen erweisen sich auch die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche. Sie verteuern sich zwischen 0,4 und 0,5 Prozent. Ratingsenkungen bei den beiden Pharmawerten haben damit keinen grösseren Einfluss. Zudem hat Novartis die Übernahme des britischen Biotechunternehmen Myricx angekündigt.
In den hinteren Reihen sorgen Analysten dagegen durchaus für Bewegung. So springen Oerlikon um 4,6 Prozent nach einer Rating-Erhöhung an. Auch bei Schweiter, Also und EMS bewegen Analysten. (awp/mc/ps)