CH-Eröffnung: SMI schwächelt trotz guter Vorgaben

CH-Eröffnung: SMI schwächelt trotz guter Vorgaben
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag trotz positiver Vorgaben aus den USA und Asien mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Auch die robusten Nvidia-Geschäftszahlen vom Vorabend können keinen Schub verleihen. Dass diese über den Erwartungen ausgefallen sind, sorge nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, heisst es am Markt.

Die schwelenden KI-Sorgen dürften damit aufs erste in den Hintergrund treten. Allerdings rücken andere Risiken in den Fokus: So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde – Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf. Im Fokus stehen hierzulande auch zahlreiche Unternehmen aus den hinteren Reihen, die ihre Zahlen offen legten.

Der SMI gibt um 09.15 Uhr 0,25 Prozent ab auf 13’941,94 Punkte nach und entfernt sich damit wieder etwas stärker von der am Dienstag erstmals überschrittene Marke von 14’000 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI verliert um 0,33 Prozent auf 2205,11 und der breite SPI um 0,20 Prozent auf 19’178,89 Zähler. Im SLI stehen sich 21 Verlierer und neun Gewinner gegenüber.

Grösster Verlierer im SMI sind die Zykliker Amrize (-2,1%) und Holcim (-0,7%), die zuletzt einen starken Lauf hatten. Ebenfalls belastend wirken die Abgaben der Pharmakonzerne Roche und Novartis, die je 0,5 Prozent einbüssen. Demgegenüber können sich UBS (+0,7%) und Partners Group (+1,3%) nach den jüngsten Rückschlägen wieder etwas erholen.

Deutlich tiefer gestellt werden bei den Bluechips auch Sandoz (-3,3%). Am Vortag hatten die Titel nach Zahlen noch zweistellig zugelegt. Neben Gewinnmitnahmen haben mit Barclays und Vontobel gleich zwei Institute das Rating gesenkt, wenn auch bei höherem Kursziel.

Daneben büssen auch Swiss Re (-0,5%), Swiss Life (-0,4%) und Helvetia Baloise (-0,7%) an Terrain ein. Händler verweisen hier auf die Zahlen aus dem europäischen Versicherungssektor von Munich Re, Allianz und Axa. Dagegen profitieren VAT (+0,4%) vom anhaltenden KI-Boom.

Im breiten Markt legen Clariant (+1,6%) deutlich zu. Der Chemiekonzern hat mit den Zahlen die Umsatzerwartungen erfüllt und bei den Margen besser abgeschnitten als erwartet. Auch Emmi (+0,8%) konnte den Gewinn klar steigern und erhöhte zudem die Dividende. Zudem wird Feintool (+4,6%) nach einer Rückkehr zur operativen Profitabilität höher gestellt.

Dagegen büssen Temenos (-2,1%) an Wert ein, dies allerdings nach einem Kursprung um 13,4 Prozent am Vortag. Von einer Rating-Absenkung durch RBC belastet werden Oerlikon (-3,6%). (awp/mc/ps)

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