CH-Eröffnung: SMI seitwärts – Schwergewichte bremsen
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht im Minus eröffnet, vermochte die Verluste aber rasch abzubauen und notiert nun in etwa auf dem Niveau des Vorabends. Die nach US-Börsenschluss vorgelegten und mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Speicherchip-Spezialisten Micron fielen zwar sehr gut aus und stützen die Stimmung an den Finanzmärkten. Hierzulande bremsen die defensiven Schwergewichte allerdings stark.
«Die Micron-Zahlen könnten für die Techpapiere nach ein paar schwierigen Tagen den Wendepunkt darstellen», meint ein Händler. Gut für die Stimmung an den Aktienmärkten ist auch die Ölpreisentwicklung: Der Preis für ein Fass der Sorte Brent gab in der Nacht weiter nach.
Der Blick der Anleger richtet sich nun aber auch auf den frühen Nachmittag, wenn eine ganze Reihe wichtiger US-Konjunktur- und Inflationsdaten publiziert werden. Ganz besonders werden die Märkte auf den PCE-Preisindex schauen, der als einer der wichtigsten Indikatoren für die US-Notenbank Fed gilt.
Der Leitindex SMI notiert gegen 9.15 Uhr 0,10 Prozent im Plus bei 14’132,28 Punkten. Am Vortag hatte der SMI am späten Nachmittag bei 14’142,38 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, aber leicht darunter geschlossen. Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,29 Prozent auf 3169,25 Punkte und der SPI 0,04 Prozent auf 19’920,03 Stellen.
Im SMI halten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Am stärksten aufwärts geht es mit den Zyklikern Sika, Lonza, Holcim und ABB, die zwischen 0,7 und 1,2 Prozent zulegen.
Auf der anderen Seite erleiden die defensiven Givaudan (-0,7%) die grössten Einbussen.
Zudem haben sich alle drei Schwergewichte bei den Verlierern eingereiht. Roche (-0,3%), Nestlé und Novartis (beide -0,2%) bremsen den Gesamtmarkt somit aus.
Am breiten Markt legen – Micron sei Dank – die Technologiepapiere deutlich zu. VAT und AMS Osram ziehen um mehr als 3 Prozent an.
Bei den Gewinnern anzutreffen sind aber auch die DocMorris-Papiere (+2,5%), nachdem das Unternehmen ein Sparprogramm mit Stellenabbau angekündigt hat.
Einen Sprung nach oben machen zudem Gurit (+14%) nach einer Hochstufung durch die UBS. (awp/mc/ps)