CH-Eröffnung: Etwas fester zum Wochenstart

CH-Eröffnung: Etwas fester zum Wochenstart
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt legt am Montag im frühen Handel leicht zu. Da der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag klar schwächer ausgefallen ist als erwartet, haben sich die Befürchtungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch das Fed im September abgeschwächt, was wiederum das Börsensentiment grundsätzlich stützt. So ist etwa der Nikkei in Japan mit einem Plus von beinahe 2 Prozent in die Woche gestartet. Trotz der schwachen Zahlen sei die Korrektur der Zinserwartungen aber noch recht moderat ausgefallen, heisst es in einer Einschätzung der Commerzbank. So werde per Saldo weiterhin mit einer Zinserhöhung bis Ende des Jahres gerechnet.

Mit Blick auf die anhaltend konstruktive Stimmung an den Börsen verweist die Onlinebank Swissquote derweil auf die bislang gut verlaufene Berichtsaison zum Halbjahr, sowohl in Europa als auch in den USA. Von den S&P-500-Unternehmen hätten mittlerweile die meisten ihre Zahlen vorgelegt, insgesamt zeichne sich dabei ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 50 Prozent ab.

Der SMI gewinnt um 09.20 Uhr 0,28 Prozent auf 14’585,56 Punkte, wobei die Ausschläge der einzelnen Aktien zumeist relativ gering sind. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,06 Prozent auf 3230,75 Punkte und der breite SPI um 21 Prozent auf 20’552,71 Punkte.

Am stärksten gesucht sind in der Eröffnungsphase Logitech (+2,5%) sowie Richemont (+1,0%). Alcon (+0,8%) rücken im Vorfeld der für heute nach US-Börsenschluss terminierten Halbjahreszahlen vor.

Etwas deutlicher ziehen auch ABB und Amrize (je +0,9%) an. Amrize machen damit aber nur einen kleinen Teil des Verlusts von über 8 Prozent am Freitag als Reaktion auf durchzogene Halbjahreszahlen gut. Zum Start in die neue Woche hat die Royal Bank of Canada das Rating für den Titel auf «Underperform» von «Sector Perform» gesenkt.

Die grössten Verluste verzeichnen Swiss Re (-0,9%) sowie die baunahen Werte Geberit und Sika (je -0,5%).

Auch UBS geben um 0,5 Prozent nach. Am Dienstag wird die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) dann zum zweiten Mal die Revision des Bankengesetzes im Rahmen der «Too-Big-To-Fail»-Regulierung (TBTF) beraten.

Im breiten Markt fallen Aryzta um 6,9 Prozent markant zurück. Der Backwarenkonzern hat im ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten vor allem beim Wachstum nicht erreicht. Hauptproblem ist das bedeutende Deutschland-Geschäft, für das nun «alle Optionen» geprüft werden. (awp/mc/ps)

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