CH-Schluss: SMI legt 1,87% auf 7934 Punkte zu

CH-Schluss: SMI legt 1,87% auf 7934 Punkte zu

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch im Einklang mit anderen europäischen Handelsplätzen deutlich zugelegt. Der Leitindex SMI überschritt dabei die Marke von 7’900 Punkten wieder klar, nachdem er am Tag davor zeitweilig noch unter 7’700 Punkte gefallen war. Für die gute Laune an den Börsen waren laut Händlern die wieder gestiegenen Erdölpreise sowie hoffnungsvolle Konjunkturdaten aus China verantwortlich. So hatten die Exporte aus dem Reich der Mitte erstmals seit Juni wieder zugelegt.

Auch neue US-Konjunkturdaten am Nachmittag konnten die Stimmung nicht dämpfen. Zwar sind die Detailhandelsumsätze in den USA im März wider Erwarten leicht zurückgegangen. Möglicherweise könnte dies aber die US-Notenbank vorerst von «zeitnahen Zinserhöhungen» abhalten, meinte ein Marktanalyst. Besonders stark zeigten sich am Mittwoch am Schweizer Markt Bankenwerte sowie zyklische Titel.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 1,87% im Plus auf 7’934,46 Punkten und damit auf dem Tageshoch. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legte um 2,19% auf 1’224,81 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 1,67% auf 8’526,67 Punkte. Von den 30 SMI/SLI-Titeln standen am Ende 24 im Plus und 6 im Minus.

Ein kleines Kursfeuerwerk erlebten die Titel der Credit Suisse, die mit einem Kursanstieg um 8,1% als klar stärkste SMI-Werte aus dem Handel gingen. Aber auch die Aktien der Konkurrentin UBS (+4,6%) sowie der Vermögensverwalterin Julius Bär (+4,3%) legten stark zu. Ein Vertreter der CS-Grossaktionärin Harris hatte in einem Zeitungsinterview den Kurseinbruch der CS-Aktie als ungerechtfertigt bezeichnet. Unterstützung bot den Bankenwerten am Nachmittag auch ein solider Quartalsabschluss der US-Grossbank JPMorgan.

Einen starken Lauf zeigten am Mittwoch auch die Titel des Zementkonzerns LafargeHolcim (+6,6%). Diese profitierten ebenso von den positiven Konjunkturmeldungen aus China wie die Luxusgütertitel Richemont (+6,0%) und Swatch (+4,5%). Klare Avancen gab es auch für die Titel des Reise-Detailhändlers Dufry (+5,3%) sowie für die zyklischen Adecco (+2,5%).

Nestlé schlossen vor dem am Donnerstag anstehenden Quartalsabschlusses 1,5% im Plus. Die Erwartungen der Analysten an die Umsatzentwicklung des Nahrungsmittelkonzerns in den ersten drei Monaten des Jahres sind relativ gering, insgesamt wird ein klar unter dem Vorjahr liegendes Wachstum prognostiziert. Bei den Pharma-Schwergewichten konnten Novartis (+1,1%) etwas stärker zulegen als Roche (+0,6%).

Sika (+0,2%) schlossen wenig verändert. Die Papiere des Bauchemiekonzerns waren am Dienstagnachmittag vom Handel ausgesetzt gewesen. An der GV hatten Befürworter und Gegner der Übernahme durch Saint-Gobain die Plattform genutzt, um in teils emotionalen Voten ihre Sicht auf den verfahrenen Streit darzulegen. In der Sache blieb allerdings alles beim Alten.

Zu den wenigen Verlierern unter den Bluechips gehörten die defensiven Swisscom sowie Givaudan (je -0,5%), die am Vortag nach guten Quartalszahlen noch klar zugelegt hatten. Auch Actelion (-0,9%) schlossen klar im Minus, am Mittwochmorgen hatten die Titel des Allschwiler Pharmaunternehmens allerdings noch ein Allzeithoch erreicht.

Im breiten Markt teilten Logitech (Aktie +3,3%) den Zukauf des US-Unternehmens Jaybird mit, das auf drahtlose Kopfhörer für sportliche Aktivitäten und Fitnessarmbänder spezialisiert ist. Analysten bewerteten den Zukauf als sinnvollen Schritt.

Hügli gewannen nach der Publikation der Jahreszahlen 2015 1,6%. Das Nahrungsmittelunternehmen wies wegen des starken Frankens einen leichten Gewinnrückgang aus. Angesichts des schwierigen Umfelds habe Hügli aber ein gutes Jahresergebnis präsentiert, hiess es etwa von der ZKB.

Die U-blox-Aktien (+5,4%) profitierten von einer Kaufempfehlung der Bank Vontobel. Der Halbleiterhersteller sei in einer sehr guten Position, um im «Internet der Dinge» eine Schlüsselrolle einzunehmen, so die Vontobel-Analysten. (awp/mc/pg)

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