CH-Eröffnung: SMI steigt erneut auf Rekordhoch

CH-Eröffnung: SMI steigt erneut auf Rekordhoch
(Adobe Stock)

Zürich – Die Schweizer Börse ist am Dienstag fester in den Handel gestartet. Rückenwind geben Rekordstände an der Wall Street, freundliche Vorgaben aus Asien und die leichte Entspannung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Der Leitindex SMI steht am letzten Tags des ersten Halbjahrs 2026 auf einem Rekordwert.

Trotz der anhaltend fragilen Lage im Nahen Osten verharren die Ölpreise weiterhin auf einem tiefen Niveau. «Die Märkte preisen derzeit bereits eine Rückkehr zur Normalität ein», so ein Markbeobachter. Entsprechend dürften die heute geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Doha entscheidend für den weiteren Verlauf der Ölpreise und die Stimmung an den Finanzmärkten bleiben.

Im Fokus stehen heute auch Konjunkturdaten. So ist Chinas Industrie im Juni überraschend auf Wachstumskurs zurückgekehrt, getragen von einer robusten Nachfrage nach Hightech-Exporten. Im weiteren Tagesverlauf dürften auch Inflationsdaten aus Deutschland und Frankreich sowie US-Konjunkturdaten die Stimmung an den Finanzmärkten beeinflussen.

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 9.20 Uhr 0,33 Prozent 14’268,98 Punkte. Damit wurde das Rekordhoch vom letzten Donnerstag mit 14’267 Punkten erneut übertroffen. Der Mid-Cap-Index SMIM legte noch stärker um 0,48 Prozent auf 3144,23 Punkten zu und der SPI gewinnt 0,39 Prozent auf 20’119,55 Zähler.

Bei den Bluechips stehen 16 Gewinner vier Verlierern gegenüber. Grösster Gewinner sind ABB (+1,6%), die von einer allgemeinen Erholung bei den Technologiewerten profitieren. Auch die Bauwerte Sika und Holcim steigen nach den Verlusten vom Vortag je um knapp 1 Prozent. Klar im Plus sind auch Lonza (+0,9%), die einen Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Visp gemeldet hatten.

Ebenfalls gesucht sind Kühne+Nagel (+0,7%), nachdem der dänische Reedereikonzern A.P. Moller-Maersk wegen der anhaltend starken Nachfrage im Containergeschäft seine Prognosen für das Gesamtjahr angehoben hat.

Logitech grösster Verlierer
Steil nach unten geht es dafür mit Logitech (-4,1%). Die Bank of America hat das Rating für die Titel auf «Underperform» zurückgenommen und das Kursziel drastisch reduziert. Mit Nestlé (-0,7%) und Roche (-0,4%) bremsen auch zwei Schwergewichte den Höhenflug.

Im breiten Markt setzen DocMorris (+4,7%) ihre Erholung vom Vortag fort. Händler verweisen auf anhaltende Deckungskäufe nach den jüngsten Kursverlusten sowie positive Händlerkommentare. (awp/mc/ps)

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