CH-Eröffnung: Unruhiger Handel vor Trump-Besuch in Davos
Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt bewegen sich die Kurse am Mittwoch vor dem mit Spannung erwarteten Besuch von Donald Trump am WEF in Davos weiter leicht abwärts. Weder die Vorgaben von der Wall Street nach dem langen Wochenende noch die aktuelle Gemengelage bieten Unterstützung. Der von den USA losgetretene Zank um Grönland hinterlässt immer deutlichere Spuren an den Finanzmärkten. «Der starke Anstieg des Goldpreises ist ein guter Indikator dafür, wie unsicher und angespannt die Märkte geworden sind», beschrieb eine Händlerin die Stimmung.
Abgesehen vom WEF ist der heutige Kalender überschaubar, auch international und von Seiten der Konjunktur stehen keine wirklichen Highlights im Programm. Einen Blick wert sein dürfte allerdings der Fall Trump gegen Cook vor dem US Supreme Court. Das Gericht diskutiert über die von Trump initiierte Entlassung der Notenbankerin und je nach Ausgang könnte sich ein brisanter Präzedenzfall ergeben.
Der SMI steht gegen 09.15 Uhr mit 0,08 Prozent auf 13’159,53 Punkte im Minus. Der 30 Titel umfassende SLI verliert 0,10 Prozent auf 2129,40 und der breite SPI 0,11 Prozent auf 18’178,63 Zähler. Im SLI geben 17 Werte nach und 12 gewinnen hinzu. Lonza sind unverändert.
Novartis (-0,1%) können nicht von einer Hochstufung durch Vontobel auf «Buy» profitieren. Gegengewicht sind Goldman Sachs, die zwar das Kursziel anheben, aber an der Verkaufsempfehlung festhalten. Roche (GS -0,4%) werden derweil von Vontobel weiter nur mit «Neutral» bewertet.
An der Indexspitze stehen Richemont (+1,3%), gefolgt von Straumann (+1,2%). Hingegen leiden Swiss Re (-0,6%) unter einer Abstufung von Goldman Sachs. Die Analysten befürchten einen verstärkten Preisdruck und sehen den Zyklus überschritten.
Für Nestlé (-0,3%) gab es erneut schlechte Nachrichten. Nach dem Rückruf von Säuglingsnahrung des Lebensmittelriesen und dem Tod eines Säuglings ist in Frankreich eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet worden.
In der zweiten Reihe steigen Barry Callebaut (+5,9%) nach Zahlen und einem überraschenden CEO-Wechsel. (awp/mc/pg)