CH-Schluss: SMI schliesst unverändert

Boerse
(Adobe Stock)

Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt hat der Leitindex SMI am Mittwoch unverändert geschlossen. Die Anleger hätten sich vor den Osterfeiertagen, aber auch vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückgehalten, hiess es im Handel. Gestützt wurde der Markt nicht zuletzt von Kursgewinnen bei den defensiven Schwergewichten.

Im Fokus der Investoren stand weiterhin die hohe Teuerung. Die EZB werde sich am Donnerstag wegen der Unsicherheiten um den Ukraine-Kriegs zwar vorsichtig geben, hiess es am Markt. Angesichts der galoppierenden Inflation werde aber auch EZB-Chefin Christine Lagarde über kurz oder lang nicht an Zinserhöhungen vorbeikommen. In den USA erlebten derweil die Produzentenpreise im März den höchsten Anstieg seit Erhebungsbeginn im Jahr 2010. Die US-Berichtssaison lief mit ersten Quartalsergebnissen derweil durchzogen an.

Der SMI schloss am Mittwoch unverändert bei 12’378,68 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, verlor dagegen 0,22 Prozent auf 1913,36 Punkte, und der breite SPI gab um 0,13 Prozent auf 15’815,65 Zähler nach. 19 der 30 SLI-Titel gaben nach, während elf zulegten.

Deutliche Abgaben entfielen auf die Aktien des Augenheilmittelspezialisten Alcon (-2,8%). Händler erklärten die Kursverluste zum einen mit Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg seit Anfang März. Zum anderen habe auch ein grösserer Verkaufsauftrag eines US-Fonds auf dem Titel gelastet.

Mit klaren Kursverlusten gingen aber auch die Luxusgüterwerte Swatch (-1,6%) und Richemont (-0,8%) aus dem Handel, dies trotz guter Zahlen des französischen Konkurrenten und Branchenprimus LVMH. Ein Händler verwies auf den scharfen Lockdown in China, der das dortige Wachstum belasten dürfte. Ein schwächelndes China lasse keinen Konsumboom erwarten.

Auch weitere Zykliker schlossen deutlich schwächer, darunter die Aktien des Computerzubehör-Spezialisten Logitech (-1,5%), des Zementkonzerns Holcim (-0,7%) oder des Liftproduzenten Schindler (-0,6%). Konjunktursorgen und die steigenden Zinsen lasteten auf dem Sektor, heisst es. Deutlichere Abgaben gab es etwa auch für die Aktien des Personalvermittlers Adecco (-1,0%) nach einer Ratingsenkung auf «Hold» von «Buy» durch die Deutsche Bank.

Deutlich schwächer zeigten sich ausserdem die Bankenwerte, nachdem die grösste US-Bank JPMorgan mit ihrem Quartalsergebnis die Erwartungen enttäuscht hatte. Die Grossbankentitel CS (-0,7%) und UBS (-1,0%) gingen klar im Minus aus dem Handel, noch etwas stärker waren die Verluste bei den Aktien der Privatbank Julius Bär (-1,1%).

Besser hielten sich defensive Werte wie die Titel der Pharmariesen Novartis (+0,01%) und Roche (+0,4%). Klar im Plus notierten den ganzen Handelstag über auch die Titel des Telekomkonzerns Swisscom (+0,7%) wie auch die schwergewichtigen Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,8%). Stärkster Blue Chip waren allerdings die Aktien des Bauchemieherstellers Sika (+3,1%), die von einer Kaufempfehlung der Analysten von Goldman Sachs profitierten.

Am breiten Markt standen die Aktien des Schokoladekonzerns Barry Callebaut (-3,6%) nach Halbjahreszahlen im Fokus. Zwar seien die Umsatzzahlen gut ausgefallen, Analysten hätten sich aber auf der Gewinnseite bessere Resultate gewünscht, hiess es im Markt. Nach einem guten Lauf der Titel in den letzten Wochen dürfte es zudem zu Gewinnmitnahmen gekommen sein.

Mit Gewinnen schlossen dagegen Basilea (+2,3%). Das Biopharmaunternehmen gab an einem US-Krebsfachkongress einen Überblick über seine Forschungspipeline. Addex (+3,9%) profitierten derweil von guten Studiendaten für einen Produktkandidaten.

Kursgewinne gab es auch für Carlo Gavazzi (+4,0%). Die Elektrotechnikgruppe hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/22 nach oben korrigiert. (awp/mc/ps)

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