CH-Verlauf: SMI klettert in die Gewinnzone

CH-Verlauf: SMI klettert in die Gewinnzone

Zürich – Zürich (awp) – Am Schweizer Aktienmarkt hat sich das Blatt bis um die Mittagsstunde gewendet und der Leitindex SMI ist in die Gewinnzone geklettert. Zu Handelsbeginn hatten eher schwache Vorgaben aus den USA und Asien den Index beinahe bis auf 5’880 Punkte gedrückt. Mittlerweile konnte der SMI die Marke bei 5’900 Stellen zurückgewinnen. Gestützt wird der Markt von den Roche-Papieren. Ausserdem kam es bei einer Vielzahl von Blue Chips zum Vorzeichenwechsel.

Die Stimmung an der Börse habe sich auch mit Blick auf zwei Auktionen italienischer Staatspapiere aufgehellt, hiess es in Marktkreisen. Die zur Refinanzierung aufgelegten Anleihen mit kurzen Laufzeiten erfreuten sich einer guten Nachfrage. Entsprechend gingen die jeweiligen Renditen gegenüber Auktionen im November stark zurück. Insgesamt verlaufe das Geschäft an der Schweizer Börse aber immer noch in ruhigen Bahnen, heisst es weiter. Unternehmensnews gibt es kaum und viele Anleger werden erst wieder im neuen Jahr ins Börsengeschehen eingreifen. Am Nachmittag stehen auch keine wichtigen US-Konjunkturdaten auf der Agenda.

Bis um 11.55 Uhr steigt der SMI um 0,40% auf 5’910,47 Punkte und liegt damit nahe am Tageshöchststand. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,37% auf 874,70 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,43% auf 5’324,93 Zähler.

Roche bleiben die treibende Kraft am Schweizer Aktienmarkt mit einem Plus von 1,3%. Im Pharmasektor gewinnen zudem Actelion 0,8%. Die beiden anderen Index-Schwergewichte nebst Roche, Nestlé (+0,3%) und Novartis (+0,1%), legen leicht dazu.

Zu den Gewinnern zählen mittlerweile auch viele konjunktursensitive Titel. So steigen Clariant um 0,9%, Sonova um 0,7%, Kühne + Nagel um 0,9% oder ABB um 0,7%.

Logitech (+0,7%) haben sich ebenfalls ins Plus vorgearbeitet. Offenbar hat der Hersteller von Computerzubehör mit dem US-Fonds Alliance Bernstein einen neuen Grossaktionär erhalten. Der Fonds habe 4,5 Mio Logitech-Aktien erworben, dabei aber die Meldeschwelle von 3% noch nicht überschritten, meldet der «Tagesanzeiger».

Bei den Finanzwerten zeigen sich Julius Bär mit einem Plus von 1,5% von der freundlichen Seite. Die Aktien der Grossbanken UBS (unv.) und Credit Suisse (+0,1%) pendeln derzeit um die Schlussstände des Vortages. Die Versicherer sind in zwei Lager geteilt: Während ZFS (+0,3%) oder Swiss Life (+0,5%) zulegen, stehen Swiss Re (-0,2%) oder Baloise (-0,1%) weiterhin in der Verlustzone.

Im breiten Markt haben Petroplus (-3,8%) die Abgaben des frühen Handels etwas eingegrenzt. Dennoch fallen die Aktien des von Liquiditätssorgen geplagten Raffineriebetreibers weiter zurück. Am Dienstag sind sie um über 45% eingebrochen, nachdem die Banken Kreditlinien um 1 Mrd USD gekürzt hatten. Durch diesen Entscheid habe sich auf einen Schlag ein unmittelbarer Liquiditätsengpass eröffnet, womit auch das Konkursrisiko erheblich gestiegen sei, ist in Marktkreisen zu hören.

Grosse Abgaben sind nach wie vor bei Swissmetal (-21,4%) zu sehen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Gruppe um die Beteiligungsgesellschaft Laxey Partners ihre Anteile an dem in Nachlassstundung stehenden Buntmetallverarbeiter auf unter die meldepflichtige Schwelle gesenkt hat. Damit ist die Gruppe aus Laxey Partners, Verwaltungsratspräsident Martin Hellweg und VR-Mitglied und CFO Arturo Giovanoli wohl ausgestiegen.

Bei Oridion (+7,8%) kommt es auf die Verluste von über 35% vom Vortag zu einer technischen Gegenreaktion. Belastet hat am Dientag die Meldung, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA für alle medizinischen Geräte des Unternehmens einen Einfuhrstopp in die USA verhängt hatte. Die Bank Vontobel nimmt das Oridion-Rating unter die Lupe.

Der Automatisierungsspezialist Infranor hat angekündigt, dass der derzeitige Leclanché-Finanzchef Christian Perrudet denselben Posten ab April bei Infranor übernehmen wird. Die Titel wurden bislang noch nicht gehandelt. Leclanché, die den Abgang von Perrudet bereits am Dienstag angekündigt hatte, verlieren 4,4%. (awp/mc/pg)

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