Devisen: Yen-Intervention im Fokus

Devisen: Yen-Intervention im Fokus
Der Yen ist von Japan und den USA gemeinsam gestützt worden.

Zürich – Die gemeinsame Devisenmarktintervention Japans und der USA ist zum Wochenstart das Hauptthema am Markt. Die anderen wichtigen Währungspaare bewegen sich auch kaum.

Erstmals seit Jahrzehnten hat Japan gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten Yen gekauft habe, um «übermässige Volatilität und ungeordnete Bewegungen» der japanischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung in Tokio stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Massnahmen am Devisenmarkt ergreifen.

Der Yen war zuletzt stark unter Druck geraten und gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den letzten Jahren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Warenimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung vermindert.

Staatliche Währungsinterventionen kommen nur relativ selten vor. Zuletzt gab es eine solch bilateral abgestimmte Massnahme zwischen Tokio und Washington Ende der 1990er Jahre.

Derweil treten andere Währungspaare wie das Euro/Franken-Paar bei 0,9315 mehr oder weniger auf der Stelle. Auch das Dollar/Franken-Paar hat sich bei einem Stand von 0,8083 kaum bewegt. Das Euro/Dollar bewegt sich mit 1,1524 ebenfalls eher seitwärts. (awp/mc/ps)

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