Devisen: Eurokurs sinkt – US-Dollar als sicherer Anlagehafen gefragt

Devisen: Eurokurs sinkt – US-Dollar als sicherer Anlagehafen gefragt
Euro, Eurokurs

Frankfurt – Der Euro hat am Freitag nachgegeben. Nachdem der Kurs gegen Mittag noch deutlich abgerutscht war, stand die Gemeinschaftswährung am Nachmittag aber nur noch leicht unter Druck. Zuletzt wurde der Euro bei 1,1164 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Morgen.

Gegenüber dem Franken hat sich der Euro am Nachmittag auf 1,0840 gegenüber dem Stand am Mittag wieder leicht verteuert, insgesamt zeigt er sich aber zum Jahresauftakt in diesem Bereich relativ stabil. Der Dollar steht derzeit bei 0,9706 womit er sich gegenüber einem Zwischenhoch bei 0,9735 am Mittag wieder etwas abgeschwächt hat. Er kostet damit aber noch immer klar mehr als am Vortag.

Fluchtbewegung in US-Dollar
Im Tagesverlauf setzte am Devisenmarkt eine Fluchtbewegung in die Reservewährung Dollar ein, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran deutlich verschärft hatten. Das US-Militär hatte einen ranghohen iranischen General gezielt getötet und damit am Devisenmarkt die Furcht vor einer gefährlichen Eskalation des Konflikts der beiden Länder geschürt. Während der Dollar zulegen konnte, musste der Euro im Gegenzug Verluste einstecken. Zweitweise war der Kurs auf 1,1125 Dollar gefallen.

Neben dem Euro gerieten auch viele andere wichtige Währungen zum US-Dollar unter Druck. Dazu zählten der australische und der neuseeländische Dollar ebenso wie der koreanische Won oder der südafrikanische Rand. Kursgewinne verbuchte dagegen der japanische Yen, der an den internationalen Finanzmärkten ebenfalls als sicherer Rückzugort geschätzt wird.

Schwache US-Daten stützen
Etwas gestützt wurde der Euro zuletzt durch unerwartet schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten. Im Dezember war die Stimmung in der US-Industrie auf den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren gefallen. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel von 48,1 Punkten im Vormonat auf 47,2 Zähler. Noch niedriger notierte der am Markt stark beachtete Indikator zuletzt 2009. Schon seit fünf Monaten liegt der ISM-Index unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und deutet damit auf eine Schrumpfung hin.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85115 (0,84828) britische Pfund, 120,54 (121,75) japanische Yen und 1,0840 (1,0865) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London bei 1550 Dollar gehandelt. Das waren 21 Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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