Devisen: Dollar zieht nach dem Wochenende wieder an

Devisen: Dollar zieht nach dem Wochenende wieder an
(Photo by Frederick Warren on Unsplash)

Zürich – Am Devisenmarkt ist die Verunsicherung über die gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu spüren. Der Dollar, der über die vergangenen Tage Terrain hergegeben hatte, zieht entsprechend wieder an.

Gerade in unsicheren Zeiten ist der Greenback traditionell ein Fluchtmittel. Zudem wird Öl überwiegend in Dollar bezahlt. Da die Ölpreise zuletzt wieder zugelegt hatten, wird der Dollar auch deswegen wieder stärker nachgefragt.

Der US-Dollar hat mit zuletzt 0,7921 Franken deutlich Boden gut gemacht. Am späten Freitagabend hatte die US-Währung noch 0,7887 gekostet. Auch zum Euro ist er klar gestiegen. Das Euro/Dollar-Paar geht aktuell zu 1,1686 um nach 1,1732 vor dem Wochenende.

Im Vergleich dazu sind die Bewegungen im Euro/Franken-Paar relativ gering. Dieses tritt bei Kursen von 0,9257 mehr oder weniger auf der Stelle.

Als «tendenziell positiv» wird der Ausgang der Wahlen in Ungarn für den Euro angesehen. Die Anleger hoffen auf weniger EU-interne Blockaden: Der bisherige Amtsinhaber Viktor Orbán hatte wiederholt EU-Beschlüsse blockiert, unter anderem Hilfen für die Ukraine oder Sanktionen gegen Russland. Péter Magyars Tisza-Partei, die eine Zweidrittelmehrheit erreichen könnte, hatte erklärt, Ungarns Westbindung wiederherzustellen.

In der Folge gewann der Ungarische Forint gegenüber dem Euro an Wert. Denn die Märkte setzten auf eine Annäherung Ungarns an die EU und eine verbesserte wirtschaftliche Stabilität. (awp/mc/pg)

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