Devisen: Euro zu Dollar und Franken wenig bewegt

Devisen: Euro zu Dollar und Franken wenig bewegt

Frankfurt am Main – Der Eurokurs hat sich am Montag wenig bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,0896 Dollar gehandelt. Sie notierte damit auf dem Niveau aus dem frühen Handel.

Zum Franken tritt der Euro mit einem Kurs von 1,0582 beinahe an Ort. Der US-Dollar hat sich auf 0,9712 leicht verbilligt und kostet damit minim weniger wie am vergangenen Freitagabend. Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) gab heute bekannt, dass die Sichtguthaben in der vergangenen Woche um 6,4 Milliarden Franken gestiegen sind.

Bröckelt gefühlte Untergrenze von 1,05 EUR/CHF?
Die Entwicklung der Sichtguthaben gilt als Indiz dafür, ob die SNB am Devisenmarkt interveniert, um den Franken zu schwächen. Dabei werde die Marke von 1,05 vom Euro zum Franken als eine Art neue Untergrenze gesehen, die es für die SNB zu verteidigen gelte, heisst es in einem Kommentar von ING.

Allerdings sieht die niederländischen Bank derzeit Gründe, warum diese neue, gefühlte Untergrenze bröckeln könnte. So wird die SNB gemäss ING dieses Jahr Mühe haben, mit dem Notendrucken der EZB mitzuhalten. Zudem werde Washington die Interventionen der SNB ganz genau im Auge behalten. Bereits im letzten Jahr hat das US-Finanzministerium die Schweiz auf ihre „Watch-List“ potenzieller Währungsmanipulatoren gesetzt.

Ifo-Index keine starke Stütze
Der besser als erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland hat den Euro nur vorübergehend etwas gestützt. Die Stimmung deutscher Unternehmen hellte sich nach einem historischen Einbruch wegen der Corona-Krise ein wenig stärker auf als von Analysten erwartet. Das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima stieg im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler. Der Anstieg erfolgte von einem Rekordtief aus.

Analysten äusserten sich nach den Ifo-Zahlen zwar nicht euphorisch, sehen aber einen Hoffnungsschimmer. „Die Lockerung der Corona-Beschränkungen hat in der deutschen Wirtschaft für ein Aufatmen gesorgt“, kommentierte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Aktivität liege hinter uns. Es dürfte jedoch langsamer bergauf gehen als es vorher heruntergegangen sei, erwartet Krämer.

Insgesamt aber hielten sich die Kursbewegungen zu Wochenbeginn in Grenzen. Es fehlten Impulse aus den USA, wo wegen eines Feiertages keine Konjunkturdaten veröffentlicht wurden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89515 (0,89563) britische Pfund und 117,47 (117,26) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1727 Dollar gehandelt. Das waren gut sieben Dollar weniger als am Vortag. (awp/mc/pg)

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