Franken schwächt sich trotz Griechenland-Krise ab

Euro Franken
(Foto: Rrraum - Fotolia.com)

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Frankfurt am Main – Trotz der hohen Unsicherheit um Griechenland hat sich der Schweizer Franken am Montag deutlich abgeschwächt und der Eurokurs zugelegt. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0522 CHF nach 1,0467 CHF um die Mittagszeit. Auch der US-Dollar legte zum Franken zu und notiert aktuell bei 0,9353 CHF nach zuletzt 0,9337.

Im Schuldenstreit zwischen Athen und seinen Geldgebern ist nach wie vor kein Ende in Sicht. Am Wochenende waren Vermittlungsbemühungen der EU-Kommission gescheitert. Die Folgen eines Austritts des Landes aus dem Euro („Grexit“) würden am Devisenmarkt sehr unterschiedlich bewertet, begründet Lutz Karpowitz von der Commerzbank die geringe Reaktion der Märkte auf Griechenland-Meldungen. So sei die Gruppe derjenigen, die einen Austritt als positiv für den Euro bewerte, etwa gleich gross wie die Gruppe, die ihn negativ sehe. „Nach einem Grexit dürfte allerdings schnell klar werden, dass Ansteckungseffekte ausbleiben“, erwartet Karpowitz. Anfängliche Verluste würde der Euro zügig wieder gutmachen.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA belasteten am Nachmittag zudem den US-Dollar. So ist die Industrieproduktion dort den zweiten Monat in Folge gefallen. Seit Jahresbeginn hat es keinen nennenswerten Zuwachs mehr gegeben. Nach den schwachen Daten könnte an den Märkten eine spätere Leitzinserhöhung erwartet werden. Bisher wird eine erste Leitzinserhöhung seit Beginn der Finanzkrise für diesen Herbst erwartet. An diesem Mittwoch wird die US-Notenbank ihre neuen geldpolitischen Entscheidungen bekanntgeben und möglicherweise Hinweise auf die weitere Geldpolitik geben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,72340 (0,72450) britische Pfund, 138,54 (138,78) japanische Yen und 1,0512 (1,0469) Schweizer Franken fest. (awp/mc/pg)

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