Devisen: Euro gibt zum US-Dollar leicht nach

Devisen: Euro gibt zum US-Dollar leicht nach
(Bild: © eyetronic / Fotolia)

Frankfurt – Der Euro hat am Dienstagnachmittag zum US-Dollar leicht nachgegeben. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1183 Dollar, nachdem sie am Morgen noch über 1,12 notiert hat. Der Franken musste derweil Verluste einfahren. Bis am späten Nachmittag stieg der Euro zum Franken um 0,3 Prozent auf 1,1429. Und der Dollar legte zum Franken um 0,4 Prozent zu auf 1,0220.

Experten verweisen auf die unterschiedliche Konjunkturentwicklung in den USA und der Eurozone. So hatte die EU-Kommission ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Währungsraum erneut gesenkt. In Deutschland waren die Auftragseingänge für die Industrie im März hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die schwache Industrie hatte zuletzt das Wirtschaftswachstum in der grössten Volkswirtschaft im Euroraum belastet. In den USA hatte sich das Wirtschaftswachstum zuletzt hingegen robust gezeigt, was den Dollar tendenziell stützt.

Weiterhin steht der Handelskonflikt zwischen den USA und China im Blick der Märkte. Trotz der jüngsten Eskalation setzen beide Länder ihre Verhandlungen auf Spitzenebene fort. Nach den Irritationen über die Ankündigung neuer hoher US-Sonderzölle auf Einfuhren aus China wollen die Unterhändler mit einem Tag Verspätung am Donnerstag und Freitag in Washington zusammenkommen, wie beide Seiten bestätigten.

Türkische Lira unter Druck
Die türkische Lira geriet zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Sie fiel zum US-Dollar erneut auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018. Auslöser war die Entscheidung der türkischen Wahlbehörde vom Vortag, die Bürgermeisterwahl in der Metropole Istanbul wiederholen zu lassen. Der Kandidat der Regierungspartei AKP war dem Kandidaten der oppositionellen CHP knapp unterlegen gewesen. Die Entscheidung der Wahlwiederholung verstärkt Sorgen um die politische und wirtschaftliche Stabilität der Türkei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85645 (0,85470) britische Pfund und 123,73 (124,13) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London bei 1’283 Dollar gehandelt. Das waren zwei Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

EZB-Referenzkurse

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