Devisen: Euro steigt dank starker Makrodaten

Devisen: Euro steigt dank starker Makrodaten
(Bild: © eyetronic / Fotolia)

Frankfurt – Der Kurs des Euro hat von überraschend starken Wirtschaftsdaten aus der Eurozone profitiert. Am Dienstag stieg der Euro über 1,12 US-Dollar und wird am Nachmittag bei 1,1205 Dollar gehandelt.

Auch zum Franken legte der Euro am Dienstag deutlich zu. Die Gemeinschaftswährung gewann beinahe einen halben Rappen und kletterte wieder über die Marke von 1,14 Franken. Zur Berichtszeit geht der Euro bei 1,1421 Franken um. Der US-Dollar hält sich zum Franken wenig verändert. Er kostet am späten Dienstagnachmittag 1,0193 Franken.

Überraschend robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone sorgten beim Eurokurs für Auftrieb. Zu Beginn des Jahres hatte sich das Wachstum stärker als erwartet beschleunigt und die Wirtschaftsleistung legte in den Monaten Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu. Im vierten Quartal hatte die Wirtschaft nur um 0,2 Prozent zugelegt.

„Jetzt haben wir sogar eine recht deutliche Beschleunigung“, kommentierte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW die Zahlen. Es sehe erst einmal so aus, als sei das schwache zweite Halbjahr 2018 nur eine Delle gewesen. „Für eine nachhaltige Aufhellung der Konjunkturperspektiven brauchen wir aber zusätzlich Entspannungssignale in Sachen Brexit und Handelsstreit, sonst sind Rückschläge programmiert.“

Preisdaten aus Deutschland bewegen kaum
Am Nachmittag reagierte der Euro hingegen kaum auf neue Preisdaten aus Deutschland. In der grössten Volkswirtschaft der Eurozone war die Inflation im April unerwartet stark gestiegen und die Teuerungsrate lag bei 2,0 Prozent. „Zwar werden Zinserwartungen bezüglich der EZB nicht unmittelbar zunehmen aber mittelfristig sollte dieses Szenario mehr Gewicht bekommen“, kommentierte Experte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86248 (0,86340) britische Pfund und 124,93 (124,64) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Dienstagnachmittag mit 1281 Dollar gehandelt. Das waren etwa 1,50 Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

EZB-Referenzkurse

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