Devisen: Eurokurs gibt nach

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(Photo by Ibrahim Boran on Unsplash)

Frankfurt – Der Kurs des Euro ist am Freitag gesunken. Im Vergleich zum Vortag hielten sich die Verluste aber in Grenzen. Die Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag auf ein Tagestief bei 1,1030 US-Dollar, nachdem sie am Morgen bei 1,1070 Dollar gehandelt worden war.

Gegenüber dem Franken hat der Euro im Tagesverlauf ebenfalls zuerst nachgegeben, mittlerweile kostet er mit 1,0232 wieder etwa gleich viel wie am Morgen. Der US-Dollar hingegen hat auf 0,9276 von 0,9240 am Mittag und 0,9238 am Morgen klar angezogen.

Ein starker Anstieg der Inflation in der Eurozone sorgte im Handelsverlauf nicht für starke Kursbewegungen. Angetrieben von hohen Energiepreisen kletterte die Inflationsrate im März auf ein Rekordhoch bei 7,5 Prozent. Am Markt wird damit gerechnet, dass die EZB in der zweiten Jahreshälfte mit der ersten Zinserhöhung seit Beginn der Corona-Pandemie auf die starke Teuerung reagieren wird.

«Die EZB hat ein handfestes Inflationsproblem»
«Die EZB hat ein handfestes Inflationsproblem», sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Jüngste Projektionen der Notenbank sähen bereits für das kommende Jahr wieder Inflationsraten im Bereich des EZB-Zielwertes von zwei Prozent vor. «Doch dahinter dürfte sich mehr Wunsch als Wirklichkeit verbergen», kommentierte Gitzel.

Am Nachmittag erhielt der Dollar durch robuste Daten vom US-Arbeitsmarkt Auftrieb, während der Euro im Gegenzug weiter unter Druck geriet. Der US-Arbeitsmarkt ist auch im März auf Erholungskurs geblieben. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und nähert sich dem Niveau, das sie vor der Corona-Pandemie hatte. Die Beschäftigung stieg weiter an, wenn auch etwas schwächer als von Analysten erwartet.

Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 1922 Dollar. Das waren rund 15 Dollar weniger als am Vortag. (awp/mc/ps)

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