Devisen: Dollar schwach zu Euro und Franken – Unter der Marke von 0,89 Fr.

Dollar
(Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash)

Frankfurt – Der Dollar hat seine Kursschwäche zu Euro und Franken fortgesetzt. Am Donnerstag stieg der Euro-Kurs bis auf 1,2173 US-Dollar (Aktuell 1,2172) und erreichte so den höchsten Stand seit April 2018. Seit Beginn der Woche konnte die Gemeinschaftswährung das Kurshoch immer weiter ausbauen.

Auch zum Franken hat der Dollar weiter nachgegeben und sank im Tief bis auf 0,8891 unter die Marke von 0,89 Franken. Das ist der tiefte Stand seit Januar 2015. Damals hatte die SNB den Mindestkurs des Franken zum Euro aufgehoben. Ein Euro kostet derweil 1,0827 Franken und damit nur geringfügig weniger als am Vortag.

«Der Euro profitiert von der Schwäche des Dollars und den Aussichten auf Impfungen gegen COVID-19», kommentierte Devisenexperte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten die Gemeinschaftswährung vor diesem Hintergrund nicht bremsen. Im November hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleistungen deutlich eingetrübt.

Am Nachmittag sorgten darüber hinaus Konjunkturdaten aus den USA für weiteren Auftrieb beim Euro. Hier wurden ebenfalls Kennzahlen zur Stimmung der Einkaufsmanager im Bereich Dienstleister veröffentlicht, die wegen der zweiten Corona-Welle schwächer ausgefallen waren. Der Sektor leidet besonders unter Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Britisches Pfund legt stark zu
Starke Kursgewinne gab es auch beim britischen Pfund, das im Handel mit dem US-Dollar den höchsten Stand seit Dezember 2019 erreichte. Nach wie vor verfolgen die Marktteilnehmer gebannt die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Grossbritannien. Zuletzt hatte die Hoffnung auf ein Abkommen mehrfach für Auftrieb beim Pfund gesorgt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2151 (Mittwoch: 1,2066) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8230 (0,8287) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90358 (0,90490) britische Pfund und 126,49 (126,13) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1834 Dollar gehandelt. Das waren etwa drei Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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