Devisen: Euro fällt zeitweise auf tiefsten Stand seit Mitte 2020

Devisen
(Foto: Pixabay)

Frankfurt – Der Euro ist am Donnerstag zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020 gefallen. Im Tagestief kostete die Gemeinschaftswährung 1,1454 US-Dollar. Zuletzt hatte sie im Juli 2020 noch niedriger notiert. Am Nachmittag erholte sich der Euro kaum und wurde mit 1,1473 Dollar gehandelt.

Zum Franken bewegte sich die Gemeinschaftswährung am Donnerstagnachmittag fast nicht. Sie notiert derzeit bei 1,0562 nach 1,0564 Franken am Mittag. Noch in der Nacht auf den heutigen Donnerstag lag das Währungspaar auf seinem Jahrestief bei 1,0533. Auch die Bewegungen beim USD/CHF-Paar hielten sich im Verlauf das Nachmittags in Grenzen, nachdem der Dollar am Morgen erstmals seit Oktober wieder die 0,92-Marke überschritten hatte (aktuell: 0,9206).

Inflationsdaten aus den USA stärken US-Dollar
Auslöser der jüngsten Dollarstärke sind Inflationsdaten aus den USA vom Vortag. Mit 6,2 Prozent sind die Verbraucherpreise im Oktober dort so stark gestiegen wie seit 31 Jahren nicht mehr. Die hohe Inflation weckt Erwartungen auf Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed, was den Dollar tendenziell attraktiver macht. Er wertet gegenüber anderen Währungen wie dem Euro auf.

Unterdessen hat sich der österreichische Notenbankchef Robert Holzmann dafür ausgesprochen, dass die EZB ihre Wertpapierkäufe bereits 2022 komplett einstellen könnte. Sollte die Inflation nachhaltig dem EZB-Ziel entsprechen, könnten die Käufe im Herbst oder gegen Ende 2022 eingestellt werden, sagte Holzmann am späten Mittwochabend in London. Er gilt als Vertreter einer straffen Geldpolitik, die im EZB-Rat derzeit als nicht mehrheitsfähig gilt.

Der Markt erhielt am Donnerstag nur wenige Impulse. In der Eurozone wurden keine marktbewegenden Konjunkturzahlen veröffentlicht. In den USA wird der Feiertag «Veterans-Day» begangen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85538 (0,85548) britische Pfund und 130,59 (130,90) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1862 Dollar gehandelt. Das waren 12 Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.