Devisen: Dollar tendiert zum Euro und zum Franken fester

Euro
(Photo by Markus Spiske on Unsplash)

Frankfurt – Der Dollar hat gegenüber dem Euro und weiteren Währungen wie dem Schweizer Franken am Montag Boden gut gemacht. Dabei hat der Euro zum Dollar den tiefsten Stand seit Jahresbeginn erreicht. Die Gemeinschaftswährung sackte im Handelsverlauf bis auf 1,2132 US-Dollar ab und notierte am Nachmittag mit 1,2149 Euro.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte der Euro noch den höchsten Stand seit April 2018 erklommen. Doch bereits am Folgetag setzte eine Gegenbewegung ein, die zuletzt vom deutlichen Renditeanstieg am US-Anleihemarkt befeuert wurde.

Auch zum Franken setzte der Dollar den Mitte letzter Woche eingeleiteten Erholungskurs fort. Am Montagnachmittag kostet ein Dollar 0,8914 Franken nachdem der «Greenback» im Verlauf des Tages die Marke von 0,89 Franken zurückgewonnen hat. Vergangene Woche war der Dollar zeitweise beinahe bis auf 0,8750 Franken abgerutscht. Der Euro geht derweil zum Berichtszeitpunkt zu kaum veränderten 1,0828 Franken um.

Auslöser für den erstarkte Dollar ist die Aussicht auf eine noch lockerere Finanzpolitik unter dem designierten Präsident Joe Biden. Dieser strebt ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket zur Bekämpfung der Corona-Krise an. Das treibt die Wachstums- und Inflationserwartungen an, weshalb die Kapitalmarktzinsen steigen. Höhere Zinsen locken meist Investoren an und können einer Währung damit Auftrieb verleihen.

Die US-Währung profitierte auch von der trüberen Stimmung an den Aktienmärkten, wo die Anleger nach der jüngsten Rally wieder etwas vorsichtiger geworden sind. Der Dollar als weltweite Reservewährung wird von Anlegern in unsicheren Zeiten oft gesucht.

Aktuell drücken sowohl die weiter wütende Corona-Pandemie als auch die politischen Spannungen in Washington auf die Stimmung. Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump erhöhen die Demokraten im Kongress den Druck auf den abgewählten US-Präsidenten und leiten Schritte zu seiner Amtsenthebung ein.

Unter der allgemeinen Dollarstärke litten auch klassische Rohstoffwährungen wie die norwegische Krone. Hier wirkten sich die sinkenden Ölpreise zusätzlich negativ aus.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1’847 Dollar gehandelt. Das waren etwa 2 Dollar weniger als am Vortag. (awp/mc/pg)

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