Devisen: Eurokurs gibt nach – Dollar legt zu

Devisen: Eurokurs gibt nach – Dollar legt zu
(Photo by Didier Weemaels on Unsplash)

Frankfurt – Der Eurokurs hat am Montag spürbar nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0911 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als im Handel in Asien. Händler nannten den stärkeren Dollar als Grund.

Auch gegenüber dem Franken hat der Euro im Vergleich zum Freitagabend leicht nachgegeben. Er kostet derzeit 1,0532, nach 1,0559 am Freitagabend. Der US-Dollar hat auf 0,9653 von 0,9615 am Freitagabend etwas angezogen.

Belastet wurde der Euro zum Wochenstart vor allem durch den US-Dollar, der gegenüber vielen Währungen zulegte. Marktteilnehmer nannten als Grund wieder aufkommende Spannungen zwischen den USA und China. Es geht um Schuldvorwürfe der USA in Richtung China wegen der Corona-Pandemie. Befürchtet wird ein Wiederaufflammen des Handelsstreits zwischen den beiden Wirtschaftsmächten. Der Dollar als weltweite Reservewährung war daher stärker gefragt.

Ernüchternde Konjunkturdaten
Konjunkturdaten fielen angesichts der Corona-Krise weiter ernüchternd aus. Der Einkaufsmanagerindex des Instituts IHS/Markit für die Industrie der Eurozone fiel im April auf ein Rekordtief. Der Stimmungsindikator des Analyseinstitut Sentix stieg zwar leicht an, stabilisierte sich damit aber nur in der Nähe seines im Vormonat erreichten Rekordtiefs.

Auch in den USA blieben die Nachrichten düster. Wie am Nachmittag bekannt wurde, brach der Auftragseingang der US-Industrie im März in Rekordgeschwindigkeit ein. Die Corona-Pandemie hinterlässt damit tiefe Spuren im US-Wirtschaftsleben. Viele Marktbeobachter sind jedoch der Ansicht, dass negative Konjunkturzahlen an den Devisenmärkten keine grosse Rolle mehr spielen dürften, da sie bereits erwartet würden und somit in den Kursen enthalten seien.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87898 (0,86905) britische Pfund und 116,84 (115,87) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1701 Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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