Devisen: Dollar zu Euro und Franken höher

Euro
(Photo by Robert Anasch on Unsplash)

Frankfurt – Der Euro hat am Freitag leicht nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am späten Nachmittag 1,2187 US-Dollar. Am Vormittag hatte sie noch bei 1,22 Dollar notiert.

Der Dollar gewinnt auch zum Franken leicht Terrain hinzu und wird aktuell zu 0,8999 Franken gehandelt nach 0,8979 am frühen Morgen. Aber auch der Euro hat mit einem Kurs von 1,0967 Franken Boden gutgemacht. Am Morgen ging die Gemeinschaftswährung noch zu 1,0944 um.

Belastet wurde der Euro von enttäuschenden Konjunkturdaten aus Frankreich. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Eurozone schrumpfte laut einer neuen Schätzung im ersten Quartal überraschend um 0,1 Prozent und rutschte damit in eine Rezession. Zunächst war noch ein Wachstum von 0,4 Prozent ermittelt worden.

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai unterdessen erneut deutlich aufgehellt. Der von der EU-Kommission erhobene Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg stärker als erwartet. Er liegt klar über seinem langfristigen Durchschnitt und ebenfalls höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Zahlen gaben dem Euro aber nur kurzzeitig Auftrieb.

In den USA ist der Preisdruck im Mai deutlich gestiegen. Der von der US-Notenbank Fed stark beachtete Verbraucherpreisindikator PCE stieg im April zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Sie hat jedoch schon deutlich gemacht, dass sie in dem jüngsten Aufwärtstrend bei der Inflation nur ein vorübergehendes Phänomen sieht und keinen Grund für einen raschen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik.

Türkische Lira fällt auf Rekordtief
Deutliche Kursverluste gab es hingegen bei der türkischen Lira. Die Währung fiel gegenüber dem Dollar und dem Euro auf Rekordtiefs. Nach jüngsten Wechseln in der Führung der türkischen Notenbank gibt es am Markt kaum Hoffnung, dass die Zentralbank den starken Anstieg der Inflation in den Griff bekommen könnte. Eine weitere Abwertung der Währung dürfte die Teuerung weiter anheizen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85765 (0,86068) britische Pfund und 133,65 (133,42) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1898 Dollar gehandelt. Das waren etwa zwei Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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