EU-Schluss: EuroStoxx 50 steigt auf Jahreshoch

EU-Schluss: EuroStoxx 50 steigt auf Jahreshoch

Paris – Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag wieder an ihren Mitte April begonnenen Aufwärtstrend angeknüpft. Überraschend gute Quartalszahlen von Banken hätten die Kurse gestützt, sagten Börsianer. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, stieg um 0,67 Prozent auf 2.769,08 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie in diesem Jahr. Am Montag hatte er noch mit einem Minus von 0,48 Prozent eine Verschnaufpause eingelegt.

Auch in Paris und London ging es für die Indizes am Dienstag aufwärts. Der Pariser CAC 40 gewann 0,37 Prozent auf 3.921,32 Punkte. Nach einer feiertagsbedingt längeren Pause rückte der FTSE 100 in London um 0,55 Prozent auf 6.557,30 Punkte vor.

Gezogen von Societe Generale waren Bankentitel mit plus 1,97 Prozent die Favoriten des Tages. Die deutlichsten Kursabschläge verzeichneten Konsumgüter. Sie fielen im Schnitt um 0,82 Prozent.

Nach einem eher ruhigen Wochenauftakt hatte die Bilanzsaison die Börsen wieder fest im Griff. Die Papiere von Societe Generale verteuerten sich an EuroStoxx-Spitze um 5,68 Prozent auf 30,14 Euro. Der Finanzkonzern hatte zwar zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch vermeldet, damit schnitt das Institut allerdings besser ab als von Experten erwartet.

Quartalszahlen kamen auch von einer weiteren französischen Grossbank: Die Credit Agricole hatte ihren Gewinn in den ersten drei Monaten um gut die Hälfte gesteigert, operativ allerdings deutlich weniger verdient. Das gemischte Zahlenwerk wurde an der Börse mit einem Minus von 1,58 Prozent quittiert. In London setzte sich der «Tag der Banken» mit der Quartalsbilanz der HSBC fort. Die Aktie kletterte nach einem guten Jahresstart um knapp drei Prozent.

Am FTSE-100-Ende brachen die Papiere von G4S um knapp 15 Prozent ein. Der britische Sicherheitsdienstleister hatte mitgeteilt, dass die Margen in diesem Jahr unter Druck geraten dürften.

Ebenfalls nach Zahlen stiegen in Paris die Aktien von Lafarge um 4,42 Prozent. Einen Kurseinbruch um knapp 12 Prozent bescherte der französische Industriekonzern Alstom seinen Anlegern. Der Siemens-Rivale hatte wegen der anhaltenden konjunkturellen Schwierigkeiten seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2013/14 gesenkt.

An der Spitze des spanischen Leitindex IBEX 35 zogen die Aktien des Baukonzerns ACS um mehr als acht Prozent an. Die deutsche Tochter Hochtief hatte ihr Flughafengeschäft verkauft. (awp/mc/pg)

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