EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,79% auf 3250 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,79% auf 3250 Punkte

Paris -Die Aussicht auf länger fliessendes Billiggeld in den USA hat auch die europäischen Aktienmärkte am Freitag beflügelt. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der amerikanischen Notenbank habe nochmals klargemacht, dass die Fed die Zinsen nicht um jeden Preis anheben wolle, kommentierte Analyst Markus Huber vom Broker Peregrine & Black.

Die aktuelle Erholung der weltweiten Börsen trotz mauer Wirtschaftsdaten zeige, „dass nun der Blick auf geldpolitische Fantasie wieder en vogue ist“, sagte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Zudem stützten die anhaltenden Spekulationen auf zusätzliche Stimuli der EZB.

Der EuroStoxx-50-Index schloss 0,79 Prozent fester bei 3250,31 Punkten. Auf Wochensicht summiert sich der Wertzuwachs damit auf 5,25 Prozent, dem höchsten Gewinn seit Januar 2015. Der Pariser CAC-40-Index kletterte am Freitag um 0,54 Prozent auf 4701,39 Punkte nach oben. Der FTSE-100-Index in London stieg um 0,65 Prozent auf 6416,16 Punkte. 

Europaweit besonders gefragt waren Rohstoffwerte mit einem Gewinn von 3,69 Prozent. In London kletterten die Aktien von Anglo American mit einem PLus von 7,23 Prozent an die Spitze des FTSE 100, gefolgt von Glencore mit plus 7 Prozent. Letztere hatten angekündigt, die Zinkproduktion um ein Drittel zu kappen. Die Aktie steckt seit Monaten im Abwärtstrend. Von ihrem Rekordtief Ende September konnte sie sich inzwischen aber fast wieder verdoppeln. In Paris lagen die Aktien von ArcelorMittal mit einem Plus von 6 Prozent vorne.

Auch die durch den VW-Skandal gebeutelten Automobilwerte setzten ihre Erholung mit einem Plus von 1,94 Prozent fort. Ganz unten im Branchentableau rangierten Touristikwerte, die um 0,82 Prozent nachgaben.

Im Swiss-Market-Index (SMI) legten die Aktien des Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan an der Spitze um 4,44 Prozent zu. Zwar hatte der Konzern wegen eines schwächeren Duftstoffgeschäfts und des starken Anstiegs des Schweizer Franken im dritten Quartal einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Auf vergleichbarer Basis hatten die Erlöse aber deutlicher zugelegt als die Analysten erwartet hatten (awp/mc/udp/cs)

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