EU-Schluss: Frühe Verluste reduziert

EU-Schluss: Frühe Verluste reduziert

Paris – Die wichtigsten europäischen Börsen sind am Montag mit moderaten Verlusten in die neue Woche gestartet. Mit Rückenwind guter Wirtschaftsdaten konnte der Leitindex Eurostoxx 50 aber den grössten Teil seiner zwischenzeitlichen Verluste wieder ausgleichen und schloss nur mit einem moderaten Minus von 0,42 Prozent auf 2.513,06 Punkte. Zuvor hatten ihn noch Konjunktursorgen wegen des hohen Ölpreises um bis zu 1,5 Prozent ins Minus und damit ein Stück weit unter die Marke von 2.500 Punkten gedrückt.

In Paris ging der Cac 40 um 0,74 Prozent tiefer bei 3.441,45 Punkten aus dem Handel. Der britische FTSE 100 verlor 0,33 Prozent auf 5.915,55 Punkte.

Als Kursstütze wurden im Nachmittagshandel vor allem frische Daten vom Immobilienmarkt angesehen: In den USA waren die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar stärker gestiegen als erwartet. Hinzu komme die weiter vorhandene Liquidität, die bei Kursschwächen in den Markt ströme, und die Zuversicht, dass der deutsche Bundestag dem zweiten Rettungspaket für Griechenland mit grosser Mehrheit zustimmen wird. Das Ergebnis der Abstimmung mit der Freigabe des Pakets durch das Parlament kam indes kurz nach Börsenschluss.

Besonders schwach zeigte sich bis zum Schluss der Autosektor mit minus 1,73 Prozent. Am Markt wurden Gewinnmitnahmen als Grund genannt, aber auch der Fakt, dass China ausländische Automarken von seinen vorläufigen Einkaufslisten für Funktionärsfahrzeuge streichen wolle. Zusätzlich drückte ein Kommentar von JPMorgan auf die Titel: Die US-Bank hatte den europäischen Sektor auf «Neutral» abgestuft. Unter den Einzelwerten sackten PSA Peugeot Citroen in Paris um gut 3,5 Prozent ab und Renault büssten 2,19 Prozent ein. Titel der deutschen Daimler gehörten mit minus 2,87 Prozent zu den schwächsten EuroStoxx-Werten.

Deutliche Verluste gab es ferner im Finanzsektor zu verkraften: Der Teilindex Stoxx 600 Banks gab um 1,42 Prozent nach. Aus dem EuroStoxx büssten Societe Generale fast drei Prozent ein und die Titel der UniCredit sanken um 2,31 Prozent. In London rutschten die HSBC -Titel um 3,72 Prozent auf 561,46 Pence ab und trugen damit besonders deutlich zum schwachen Abschneiden des Branchenindex bei. Die britische Bank hatte mit ihrem Anstieg des Vorsteuergewinns die Erwartungen verfehlt.

Schlusslicht im europäischen Leitindex waren derweil aber die Nokia-Anteile mit einem Kursrutsch um 6,10 Prozent auf 4,064 Euro. Börsianer verwiesen auch hier auf Gewinnmitnahmen, nachdem das Papier am Freitag sehr kräftig zugelegt hatte. Andererseits äusserten sich einige Marktteilnehmer auch enttäuscht über den hohen Preis des angekündigten neuen Smartphones des finnischen Handyherstellers.

In Paris gehörten ferner Air France-KLM mit minus 2,51 Prozent zu den deutlichen Verlierern. Sie litten wie andere Branchenwerte unter dem weiterhin hohen Ölpreis, obgleich Rohöl nach einem rasanten Höhenflug in der vergangenen Woche am Montag wieder etwas zurückgefallen war. In London büssten die Titel von Pearson nach der Bilanzvorlage 3,76 Prozent auf 1215,25 Pence ein. Schwächster Wert im «Footsie» waren indes aber die Aktien des indischen Stromerzeugers Essar Energy mit einem Kursrutsch um fast 15 Prozent. (awp/mc/ps)

Euronext

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