EU-Schluss: Verluste – China trübt Stimmung

EU-Schluss: Verluste – China trübt Stimmung

London – Sorgen um die globale Konjunktur haben den wichtigsten Börsen Europas am Montag einen Dämpfer verpasst. Die chinesische Wirtschaft hatte im ersten Quartal überraschend an Schwung verloren. Die Signale, die von den Daten ausgingen, seien bedenklich für die Weltwirtschaft, sagte ein Analyst. «Konjunkturelle Abkühlung wird nun gespielt und Investoren schichten in weniger zyklische Werte um», bemerkte Portfolio-Manager Ludwig Donnert von Tao Capital.

Der EuroStoxx 50 dämmte die Verluste bis zum Handelsschluss allerdings auf 0,33 Prozent bei 2.624,71 Punkten ein. Der CAC 40 in Paris fiel um 0,50 Prozent auf 3.710,48 Punkte und der Londoner FTSE 100 sank um 0,64 Prozent auf 6.343,60 Punkte. Der Kurs des Euro blieb unter 1,31 US-Dollar und notierte zuletzt mit 1,3082 Dollar.

Besonders die Rohstoffbranche litt unter den Daten aus China: Der Sektorindex gab als schwächster im Stoxx Europe 600 um 4,80 Prozent nach. ArcelorMittal büssten als EuroStoxx-Schlusslicht 3,48 Prozent ein. Noch deutlichere Verluste gab es bei den Bergbauwerten im «Footsie». So sackten Fresnillo um mehr als 15 Prozent ab, Antofagasta sowie Xstrata um jeweils mehr als sieben Prozent.

Nach oben ging es hingegen für als defensiv geltende Branchen. Gesundheitstitel stiegen an der Spitze der Branchenübersicht um 1,84 Prozent, gefolgt vom Versorgersektor mit plus 0,10 Prozent. Die Aktien des Pharmakonzerns Sanofi waren dann auch mit einem Aufschlag von 3,02 Prozent der Spitzenreiter im Leitindex der Eurozone. Direkt dahinter kletterten Bayer um 1,58 Prozent nach oben. Roche gewannen als bester Wert im Swiss-Market-Index (SMI ) 2,71 Prozent. Neben einem positiven Analystenkommentar durch JPMorgan machten Börsianer die angekündigte Zusammenarbeit mit dem chinesische Biotech-Unternehmen Ascletis im Bereich der Hepatitis-C-Behandlung als Stütze aus.

Die Papiere des Baustoff-Produzenten Saint Gobain verteuerten sich nach einer Hochstufung auf «Buy» durch Merrill Lynch um 0,87 Prozent. Hennes & Mauritz (H&M) büssten nach einem stärker als von Analysten geschätzten Umsatzrückgang im März 0,39 Prozent ein. (awp/mc/upd/ps)

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