EU-Schluss: EuroStoxx50 legt 0,6% auf 3394 Punkte zu

Boerse

Paris – Die Anleger an Europas Börsen haben am Montag wieder Mut gefasst. Sie setzten wieder etwas mehr auf einen günstigen Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der EU. So kommen Handelsberater der Vereinigten Staaten und der EU an diesem Tag in Washington zusammen. Im Wochenverlauf will auch China eine Delegation in die US-Hauptstadt senden, um den eskalierten Handelsstreit zu entschärfen.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,61 Prozent auf 3393,67 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche rund 1,6 Prozent eingebüsst hatte. Der Cac 40 in Paris rückte zum Wochenstart um 0,65 Prozent auf 5379,65 Punkte vor und in London stieg der FTSE 100 um 0,43 Prozent auf 7591,26 Zähler.

Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets warnte aber vor zu grossem Optimismus. «Diese Art von Entspannung sahen wir in den vergangenen Wochen immer wieder.» Sie habe stets ein abruptes Ende gefunden, weil die Hoffnungen auf eine Einigung im Handelsstreit immer wieder fehlgeschlagen seien. Neben China sei zudem auch die Türkei weiterhin ein potenzieller Belastungsfaktor für die Börsen.

Im Branchentableau gab es fast nur Gewinner. Besonders deutlich erholte sich der Chemiesektor mit plus 1,10 Prozent, gefolgt von den Autowerten mit einem Gewinn von knapp 1 Prozent. Die Versorgerbranche gab hingegen – als einzige – leicht nach.

Unter den Einzelwerten stachen im Cac 40 die Papiere des Stahlherstellers ArcelorMittal hervor. Sie erholten sich nach zuletzt deutlichen Verlusten um rund zweieinhalb Prozent. Die Papiere des Luxuswarenkonzerns Kering profitierten mit plus 2,18 Prozent von einer Studie der schweizerischen Bank UBS. Analystin Julie Zhuang verwies auf die «aussergewöhnliche Begeisterung» der Konsumenten für die Marken Gucci und Balenciaga.

In London büssten die Aktien des Softwareunternehmens Sage Group nach einer Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank 7 Prozent ein.

Die Papiere der italienischen Atlantia standen mit einem Minus von etwa viereinhalb Prozent abermals unter Druck. Die Regierung des Landes macht den Betreiber der vergangene Woche in Genua eingestürzten Brücke – die Atlantia-Tochter Autostrade per l’Italia – für das Unglück verantwortlich. Anleger fürchten weiterhin einen Entzug der Betreiberlizenz. Atlantia weist die Schuld für den Brückeneinsturz zurück. (awp/mc/pg)

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