EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,8% auf 2’979 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,8% auf 2’979 Punkte

London – An Europas Börsen ist es am Dienstag weiter nach oben gegangen. Überwiegend positive Daten zur Inflation und zum Autoabsatz aus China hoben die Stimmung. Zudem berichtete eine Reihe europäischer Unternehmen über einen starken Jahresauftakt. Zuversicht herrscht aktuell auch mit Blick auf Griechenland. Der Staat ist nach Ansicht von EU-Währungskommissar Pierre Moscovici nach sechs Jahren Finanzkrise wieder auf dem Weg zu wirtschaftlichem Wachstum.

Der EuroStoxx 50 knüpfte an seine Gewinne zum Wochenauftakt an und stieg um 0,78 Prozent auf 2’978,97 Punkte. Sein bisheriger Jahresverlust beträgt damit aber immer noch knapp 9 Prozent – anders als in den USA, wo der Leitindex Dow Jones Industrial auf dem Weg in Richtung seines Rekordhochs ist.

Für den Londoner FTSE-100-Index ging es am Dienstag um 0,68 Prozent auf 6’156,65 Zähler nach oben. Der CAC-40-Index in Paris gewann 0,36 Prozent auf 4’338,21 Punkte. Hier drückten schwache Zahlen des Netzwerkausrüsters Nokia etwas auf die Stimmung. Zudem war die Industrieproduktion in Frankreich im März überraschend zurückgegangen.

Aus Branchensicht gehörten die Bankaktien mit plus 1,81 Prozent zu den Favoriten. In der Schweiz hatte Credit Suisse mit der Quartalsbilanz überzeugt und in den Niederlanden der Finanzkonzern ING .

Die Aktien von Credit Suisse gewannen rund 5 Prozent, nachdem die Bank unter anderem wegen ihres verschärften Sparkurses den Verlust stärker als erwartet hatte eindämmen konnte. Bei der ING war wegen gestiegener Kosten für die strengeren Branchenauflagen zwar der Gewinn zurückgegangen, allerdings hatte das Finanzinstitut weiter von einem starken Privatkundengeschäft profitierte. Die Aktien legten um 2,65 Prozent zu.

Gegen den Trend fielen die Papiere der Unicredit nach anfänglichen Gewinnen um rund anderthalb Prozent. Im Ringen um eine stabile Zukunft hatte die italienische Grossbank zwar zu Jahresbeginn nicht ganz so herbe Rückschläge einstecken müssen wie erwartet. In einer Telefonkonferenz im Anschluss an die Vorlage der Quartalszahlen überwog jedoch die Sorge der Analysten bezüglich der Kapitalausstattung des Unternehmens, da das Kreditwachstum zuletzt stark angestiegen sei.

Ebenfalls in Mailand gewannen die Papiere von Enel knapp zweieinhalb Prozent und zählten damit zu den Favoriten im Leitindex der Eurozone. Italiens grösster Energiekonzern hatte mit seinem operativen Ergebnis die Erwartungen von Analysten übertroffen.

In London gewannen die Titel des Outsourcing-Dienstleiters Capita nach einem laut Börsianern «soliden Jahresstart» mehr als 5 Prozent. Damit waren sie Spitzenwert im «Footsie». Die Easyjet-Aktien stiegen nach anfänglichen Kursabschlägen um knapp 3 Prozent. Der Verlust im ersten Geschäftshalbjahr war geringer als erwartet ausgefallen. Zudem sollen die Aktionäre künftig mehr Dividende erhalten.

Die Anteilsscheine von Nokia hingegen büssten am EuroStoxx-Ende gut 7 Prozent ein. Der finnische Netzwerkausrüster war im ersten Quartal nach der milliardenschweren Übernahme des französischen Rivalen Alcatel-Lucent in die roten Zahlen gerutscht. (awp/mc/upd/ps)

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