EU-Verlauf: EuroStoxx verliert deutlich

EU-Verlauf: EuroStoxx verliert deutlich

Paris – Die europäischen Aktienmärkte haben zum Wochenstart Verluste verzeichnet. Händler verwiesen schon jetzt auf den G-20-Gipfel am Ende der Woche. Dieser sorge bei einigen Anlegern bereits in Erwartung von Details zum Eurorettungsfonds für Nervosität. Marktteilnehmer dürften kaum in der Laune sein, grössere Risiken einzugehen, bevor sie nicht mehr Klarheit hätten, kommentierte ein Händler.

Der Leitindex EuroStoxx 50 verlor bis zum Mittag 1,55 Prozent auf 2.424,17 Punkte ab. Der Cac 40 fiel in Paris um 1,67 Prozent auf 3.292,61 Punkte, der Londoner FTSE 100 gab um 1,01 Prozent auf 5.644,91 Punkte nach.

Banken und Rohstoffwerte gehörten zu den schwächsten Branchen. Der Subindex Stoxx Europe 600 Banks gab um 2,83 Prozent nach. Der Branchenindex für Rohstoffwerte fiel um 2,62 Prozent. Zu den grössten Verlieren gehörten bei den Banken zählten BNP Paribas, die Societe Generale und die Intesa SanPaolo. Sie büssten alle mehr als fünf Prozent ein. Die Stimmung trübt sich Börsianern zufolge wieder etwas ein. Inmitten der Schuldenkrise verschärften die G20-Staaten den Druck auf Banken und Finanzmärkte. Rio Tinto und BHP Billiton verloren beide mehr als dreieinhalb Prozent. Sie litten unter fallenden Rohstoffpreisen.

Barclays waren am Morgen nach Zahlen gut in den Handel gestartet, konnten sich zuletzt aber auch nicht mehr dem Druck auf die Branche entziehen. Zuletzt lagen die Papiere bei 0,67 Prozent im Minus bei 200,119 Pence. Zwichenzeitlich hatten sie bei 211,500 Pence ein Tageshoch markiert.

Einer der grössten Verlierer an den europäischen Börsen war der dänische Windkraftanlagen-Hersteller Vestas . Nach einer Gewinnwarnung sackten die Papiere um 22,08 Prozent auf 86,800 Kronen ab. Erste Analystenreaktionen fielen negativ aus. Der grösste Teil der Einbussen beim operativen Ergebnis scheine zwar ein Timing-Problem zu sein, schrieb Analyst Mark Freshney von Credit Suisse. Der Windkraftanlagenbauer habe sich neben Produktionsproblemen am neuen Standort aber andere Gründe als Hintertür offen gelassen.

Als weiterer Einzelwert stachen TNT Express hervor, die sich um 7,60 Prozent verteuerten. Am Morgen hatte der niederländische Postdienstleister Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, die mehrheitlich überzeugt hatten. (awp/mc/pg)

Euronext

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