EU-Schluss: Unsicherheit beherrscht die Börsen

EU-Schluss: Unsicherheit beherrscht die Börsen

Paris – Die Unsicherheit rund um Griechenland und die Eurozone, die unverminderte Talfahrt des Ölpreises sowie schwache US-Börsen haben am Dienstag an den europäischen Aktienmärkten für weiteren Verkaufsdruck gesorgt. Der EuroStoxx 50 verlor nach einem zeitweise freundlichen Verlauf bis Handelsschluss 0,50 Prozent auf 3007,91 Punkte. Damit summierte sich das Minus des Leitindex der Eurozone in den ersten drei Handelstagen des neuen Jahres bereits auf 4,4 Prozent. In Paris ging es für den CAC-40-Index am Dienstag um 0,68 Prozent auf 4083,50 Punkte herunter. Der Londoner FTSE-100-Index fiel um 0,79 Prozent auf 6366,51 Zähler. In Griechenland hingegen blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

«An den Finanzmärkten geht derzeit die Angst über den Ausgang der Ende Januar anstehenden Neuwahl in Griechenland sowie der weitere Ölpreisverfall herum», kommentierte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. Viele Marktteilnehmer sorgten sich letztlich um nichts geringeres als die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft.

Diese Sorgen umtrieben auch die Anleger an den US-Börsen. Nach einem freundlichen Start drehte die Wall Street ins Minus und büsste zum Handelsschluss in Europa rund ein Prozent ein.

Der Preis für US-Rohöl fiel am Dienstag abermals unter die Marke von 50 Dollar und kostete damit so wenig wie zuletzt vor sechs Jahren. Seit dem vergangenen Sommer sind die Preise für das «schwarze Gold» um etwa die Hälfte eingebrochen. Experten zufolge könnten sie noch weiter nachgeben, denn noch immer ist das Angebot auf dem Weltmarkt zu hoch und die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zeigt keine Bereitschaft, mit einer geringeren Fördermenge gegenzusteuern.

Diskussionen über einen Rückzug Griechenlands aus der Eurozone hatten zu Wochenbeginn europaweit für heftige Turbulenzen gesorgt und den Athener ASE-Index um fast 6 Prozent absacken lassen. Ängste, dass die Hellenen nach den Neuwahlen ihre Sparpolitik beenden und einen Schuldenerlass verlangen könnten, gehen um. (awp/mc/pg)

Euronext

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.