EU-Schluss: Zurück im Gewinnmodus – EuroStoxx auf Vierjahreshoch

Boerse

London – Der EuroStoxx 50 hat am Dienstag nach einer zweitägigen Gewinnpause wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der Leitindex der Eurozone rückte um 0,42 Prozent vor auf 3712,20 Punkte, was ihm den höchsten Stand seit dem Frühsommer 2015 einbrachte. In diesem Monat ist er damit schon um gut 3 Prozent gestiegen.

Dem hiesigen Aktienmarkt halfen am Dienstag unter anderem Gerüchte, dass die USA die Entscheidung über eine Strafzölle auf EU-Importfahrzeuge erneut verschieben könnte. An den bedeutendsten Handelsplätzen ging es im Zuge dessen nach oben. Der französische Cac 40 festigte sein höchstes Niveau seit 2007 mit einem Anstieg um 0,44 Prozent. Der britische FTSE 100 kletterte ohne bedeutende Neuigkeiten von der Brexit-Front um ein halbes Prozent nach oben.

In Spanien jedoch ging es bergab: Zwei Tage nach der Parlamentsneuwahl reagierten die Anleger in Madrid verschnupft auf eine sich anbahnende Koalition zwischen den Sozialisten und dem Linksbündnis Unidas Podemos. Der Leitindex Ibex 35 rutschte nach Bekanntwerden der Vorvereinbarung mit 0,9 Prozent ins Minus.

Allgemein fielen einige Chipwerte positiv auf, nachdem der deutsche Vertreter Infineon einen besser als erwartet ausgefallenen Ausblick auf seine Profitabilität abgegeben und im vierten Quartal positiv überrascht hatte. STMicroelectronics folgten der davon ausgelösten Rally bei den Infineon-Papieren mit einem Plus von 2,1 Prozent.

AMS jedoch büssten in Zürich fast 4 Prozent ein. Der Lichtkonzern Osram empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des neuen Übernahmeangebots des österreichischen Chipkonzerns. Osram schloss daher eine Zusammenschlussvereinbarung mit den Österreichern ab.

Im Mediensektor liess die Anteilsaufstockung von Mediaset bei ProSiebenSat.1 aufhorchen. Die Titel des italienischen TV-Konzerns Mediaset gewannen 2 Prozent hinzu. Goldman-Expertin Lisa Yang sieht derweil aber nur begrenzten Sinn im Aufbau einer pan-europäischen Free-TV-Senderkette.

Renault gehörten dagegen in Paris zu den Verlierern, nachdem der japanische Partner Nissan eine Gewinnwarnung präsentiert hatte. Die Aktie fiel um 1 Prozent. (awp/mc/ps)

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