EU-Schluss: EuroStoxx50 legt 0,4% auf 3202 Punkte zu

Boerse

Paris – Der EuroStoxx50 hat zur Wochenmitte den dritten Gewinntag in Folge verzeichnet. Als Kursstützen erwiesen sich einmal mehr die Hoffnungen auf eine Lösung des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits und auf die Vermeidung eines weiteren US-Regierungsstillstands. Im Streit um die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko steht US-Präsident Donald Trump nach US-Medienberichten vor dem Einlenken.

Nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag vom Ende vergangener Woche gewann der Leitindex der Eurozone am Mittwoch 0,36 Prozent auf 3202,37 Punkte. Der Pariser Cac 40 stieg um 0,35 Prozent auf 5074,27 Punkte und der Londoner FTSE 100 zog um 0,81 Prozent auf 7190,84 Punkte an.

Gegen den Trend schloss der spanische Leitindex Ibex 35 minimal tiefer. Das Land steht nur acht Monate nach der Amtsübernahme des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez wieder vor einer Neuwahl. Die katalanischen Unabhängigkeitsparteien, auf deren Unterstützung die Minderheitsregierung der PSOE in Parlament angewiesen ist, stimmten mit den Konservativen und den Liberalen gegen den Haushaltsplan der Regierung. Damit wird Sánchez die eigentlich im Juni 2020 fällige Parlamentswahl Berichten zufolge vorziehen müssen – und vermutlich schon im Frühling zu den Urnen rufen.

In der europäischen Branchenübersicht gab es kaum Verlierer. Am deutlichsten zogen die konjunktursensiblen Rohstoffwerte an: Sie gewannen 1,97 Prozent.

Als Zugpferd im Chemiesektor erwies sich Akzo Nobel. Analysten sahen das bereinigte operative Jahresergebnis des niederländischen Farben- und Lackeherstellers etwas über der Marktschätzung. Die Aktien gewannen in Amsterdam gut 3 Prozent.

Dagegen büssten die Titel des Schweizer Spezialchemiekonzerns Clariant mehr als 1 Prozent ein. Die Baader Bank sah die Resultate für das Schlussquartal 2018 unter den Erwartungen.

Die Anteilseigner von ABN Amro mussten einen Kursrutsch von fast 8 Prozent verkraften. Damit waren die Papiere das klare Schlusslicht im niederländischen Leitindex AEX . Die Bank hatte sowohl mit ihrem Quartalsgewinn als auch mit der unveränderten Dividende enttäuscht – Analysten hatten auf eine höhere Ausschüttung gesetzt.

Hingegen sorgte beim niederländischen Bierbrauer Heineken eine überraschend gute Ergebnisentwicklung im Schlussquartal 2018 für einen Kursgewinn von 6 Prozent. Das reichte für den Spitzenplatz im AEX.

In Paris gewannen die Anteilsscheine von EDF fast 2 Prozent. Der französische Staat überlegt Kreisen zufolge, den Energiekonzern von der Börse zu nehmen. Dies könnte ein erster Schritt sein, um EDF von einem Atomkraftkonzern in einen Anbieter alternativer Energien umzubauen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. (awp/mc/pg)

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