EU-Schluss: Fester dank positiver Unternehmenszahlen

EU-Schluss: Fester dank positiver Unternehmenszahlen

London – Die wichtigsten europäischen Aktien haben am Donnerstag fester tendiert. Einige positive Unternehmenszahlen hätten die anfängliche Enttäuschung über unklare geldpolitische Kommentare der US-Notenbank überwogen, sagte ein Händler. Viele Börsianer hätten sich zunächst vom Fed-Statement enttäuscht gezeigt, sagte Christian Henke vom Broker IG. Negativ überrascht habe vor allem, wie wenig Bedeutung die Währungshüter den möglichen negativen konjunkturellen Auswirkungen des Verwaltungsstillstands in den USA beigemessen hätten. Unerwartet gute Quartalszahlen unter anderem von BNP Paribas und Alcatel Lucent verbreiteten hingegen Zuversicht.

Der EuroStoxx 50 schloss nach einer Mini-Rally in der letzten halben Sitzungsstunde mit einem Plus von 0,90 Prozent auf 3.067,95 Punkte. Damit verfehlte der Leitindex der Eurozone ein Fünfjahreshoch nur um Haaresbreite. In Paris rückte der CAC 40 um 0,60 Prozent vor auf 4.299,89 Punkte und erklomm damit den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Gegen den allgemeinen Markttrend in Europa entwickelte sich der Londoner FTSE 100 , der 0,68 Prozent auf 6.731,43 Punkte verlor.

Schwächster Sektor waren die europäischen Rohstoffaktien mit einem Minus von 0,47 Prozent im Sektorindex . Ganz oben im Branchentableau fanden sich Automobiltitel, die um 1,39 Prozent anzogen, gefolgt von den Bankwerten mit plus 1,01 Prozent. Bei den Einzelwerten litten L’Oréal unter enttäuschenden Zahlen und fielen um rund ein Prozent. Der französische Kosmetikhersteller hatte den Umsatz auf vergleichbarer Basis nur um 4,1 Prozent gesteigert, wobei der starke Euro und eine schwächere Nachfrage in Nordamerika die Erlössteigerung gebremst hatten.

Im Stoxx50 rutschten Royal Dutch Shell ebenfalls nach Zahlen am Indexende um dreieinhalb Prozent ab. Den Favoriten stellte ein Finanzwert: BNP Paribas gewannen nach Zahlen 3,35 Prozent. Die französische Grossbank hatte überraschend ihren Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Zudem waren die operativen Kosten gesunken. So hatte sie auch Rückgänge im Privatkundengeschäft und im Anleihenhandel wettgemacht. (awp/mc/upd/ps)

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