EU-Schluss: ESTX50 steigt um 2,3% auf 3’287 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 steigt um 2,3% auf 3’287 Punkte

London – Die europäischen Börsen sind am Mittwoch vor Heiligabend mit deutlichen Kursaufschlägen aus dem Handel gegangen. Marktbeobachter nannten die wieder steigende Konjunkturzuversicht als den Hauptgrund. Am Nachmittag hatten der weiter sinkende Euro sowie die steigenden Ölpreise die Indizes zusätzlich befeuert. Insbesondere Rohstoffaktien profitierten von der Hoffnung, dass die Wirtschaft in den USA eine schärfere Gangart in der US-Geldpolitik vertragen kann.

Der EuroStoxx-50-Index schloss mit einem Plus von 2,25 Prozent auf 3’286,68 Punkten. Der Londoner FTSE-100-Index legte um 2,60 Prozent auf 6240,98 Punkte zu. Für den Pariser CAC-40-Index ging es um 2,34 Prozent auf 4674,53 Punkte hoch. An der Börse in Madrid erholte sich der IBEX-35-Index weiter von seinem Kursrutsch zu Wochenbeginn und zog um 2,39 Prozent an.

Erfreuliche Konjunkturdaten aus der Eurozone passten dabei in das positive Bild, das die Aktienmärkte kurz vor Heiligabend zeichneten. So waren die Aufträge für italienische Industrieunternehmen im Oktober deutlich gestiegen. Zudem hatte die französische Wirtschaft im dritten Quartal etwas an Fahrt aufgenommen.

Aus Branchensicht waren die Rohstoffwerte mit einem sehr deutlichen Plus von 6,35 Prozent der Favorit. Angesichts erfreulicher Wirtschaftdaten aus den USA hatten die Preise für Industriemetalle deutlich angezogen. Auch die Ölpreise fanden nach ihrer jüngsten Talfahrt wieder den Weg zurück in die Gewinnspur.

Mit Blick auf einzelne Rohstoffaktien präsentierten sich die Papiere des Stahlkonzerns ArcelorMittal mit einem Plus von etwas mehr als 11 Prozent am attraktivsten. Unter den im FTSE 100 gelisteten Anteilsscheinen zogen die Aktien von Anglo American, Glencore und BHP Billiton in der Grössenordnung von 9 bis knapp 7 Prozent an.

Im Kielwasser dessen stiegen auch die Aktien von Royal Dutch Shell um mehr als 4 Prozent. Dabei tritt der britisch-niederländische Ölkonzern noch stärker auf die Ausgabenbremse. Angesichts der insgesamt immer noch niedrigen Ölpreise hätten einige Investoren die Frage aufgeworfen, ob der Konzern nicht zu viel für die geplante Übernahme des britischen Gasförderers BG Group bezahlt, hiess es von Hänldern. (awp/mc/upd/ps)

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