EU-Schluss: EuroStoxx50 verliert 1,1% auf 3393 Punkte

Boerse

Paris – Die internationalen Handelskonflikte haben Europas Börsen am Freitag erneut zugesetzt und ihnen auch den gesamten Monat August verhagelt. Der britische Leitindex fiel sogar auf ein Viermonatstief. «Die Bedrohung des globalen Wachstums durch die angeschlagenen Handelsbeziehungen zwischen den USA und China bleibt der Dreh- und Angelpunkt an den Märkten», sagte Marktanalyst Dean Popplewell vom Währungsbroker Oanda.

Der EuroStoxx50 schloss mit minus 1,11 Prozent auf 3392,90 Punkte knapp über seinem kurz zuvor erreichten Tagestief. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex der Eurozone damit einen Verlust von 1 Prozent und auf Monatssicht von 3,7 Prozent. Der französische Cac 40 gab am Freitag um 1,30 Prozent auf 5406,85 Punkte nach.

Der FTSE 100 in London büsste 1,11 Prozent auf 7432,42 Punkte ein und schloss auf dem tiefsten Stand seit Ende April. Im Wochenverlauf stand ein Verlust von knapp 2 Prozent zu Buche, im Monatsverlauf sogar einer von etwas mehr als 4 Prozent.

US-Präsident Donald Trump will laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in der kommenden Woche die nächste Eskalationsstufe im Handelsstreit mit China aktivieren. Mit Verstreichen der Frist am 6. September soll es weitere Zölle auf Waren im Wert von nochmals 200 Milliarden US-Dollar geben, berichtete Bloomberg unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zudem liess Trump die EU mit ihrem Angebot einer gegenseitigen Abschaffung von Autozöllen abblitzen und wiederholte seine früheren Worte: «Die EU ist fast so schlimm wie China, nur kleiner.»

Analyst Christian Henke von IG Markets verwies zudem auf die heftigen Verluste von Schwellenländerwährungen, die die Anleger ebenfalls vorsichtig stimmten. «Nun geht an den Börsen die Angst umher, dass die Währungskrise in der Türkei auf weitere Emerging Markets überspringt.» (awp/mc/pg)

Euronext

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