EU-Schluss: EuroStoxx50 legt 0,4% auf 3482 Punkte zu

Boerse

Paris – Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich zum Wochenausklang wieder etwas stabilisiert. Die erneute Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China liess am Freitagnachmittag nur vorübergehend die Gewinne etwas abschmelzen. Chinas politische Führung hatte bekannt gegeben, dass auf angedrohte Zölle seitens der USA mit Gegenmaßnahmen reagiert werde. Der Handelsstreit ist derzeit das dominierende Thema an der Börse.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,38 Prozent höher bei 3482,40 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet dies gleichwohl ein Minus von 1,3 Prozent. Für den französischen Cac 40 ging es am Freitag um 0,33 Prozent auf 5478,98 Punkte aufwärts. Der britische FTSE 100 rückte um 1,10 Prozent auf 7659,10 Zähler vor.

Branchenweit gab es nur Gewinner. Mit plus 2,01 Prozent schnitt der Rohstoffsektor , der seit der Wochenmitte deutlich Federn gelassen hatte, am besten ab. Der Chemiesketor war mit plus 0,05 Prozent der schwächste der Stoxx-600-Übersicht.

Unter den Bankwerten legten in London die Aktien der Royal Bank of Scotland um 3,08 Prozent zu. Die Bank hatte mit den Zahlen für das zweite Quartal die Erwartungen übertroffen und will die Dividendenzahlungen wieder aufnehmen. Auch Credit Agricole hatte im zweiten Quartal besser als erwartet ausgefallene Zahlen vorgelegt, was die Aktien in Paris um 2,30 Prozent voran brachte.

Der weltweit zweitgrösste Rückversicherer Swiss Re hatte im ersten Halbjahr wegen neuer Vorschriften zur Bilanzierung von Kapitalbeteiligungen weniger verdient. Der Gewinnrückgang fiel auch höher aus als Experten erwartet hatten. Ohne die Folgen der neuen Bilanzierungsvorgaben wäre der Gewinn leicht gestiegen. Die Schweizer kündigten ausserdem an, für das Geschäft mit geschlossenen Lebensversicherungsbeständen in Grossbritannien einen Börsengang zu prüfen. Die Aktien verloren in Zürich 1,27 Prozent.

Bei der britisch-spanischen Fluggesellschaft IAG hatten Streiks und ungünstige Währungsentwicklungen das zweite Quartal vermasselt. Die Quittung waren 2,22 Prozent Verlust, womit sie im Londoner FTSE 100 das Schlusslicht waren. (awp/mc/pg)

Euronext

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