EU-Verlauf: Kursgewinne

Paris – Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch von positiven US-Vorgaben sowie den jüngsten Aussagen von US-Präsident Barack Obama profitiert. Der EuroStoxx 50 gewann zur Mittagszeit 0,88 Prozent auf 2.983,94 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 stand in Paris um 0,93 Prozent höher bei 4.057,12 Punkten. In London legte der FTSE 100 Index um 1,24 Prozent auf 5.991,24 Punkte zu.

Obama hatte in seiner Rede zur Lage der Nation drastische Sparpläne angekündigt und eine Senkung der Unternehmenssteuer in Aussicht gestellt. Händler sahen darin die noch nicht gänzlich verschwundene Sorge vor einem zweiten Konjunktureinbruch gedämpft, was an den Märkten für eine positive Reaktion sorge.

Autohersteller waren europaweit unter den gefragtesten Werten und trieben den Teilindex Stoxx Europe 600 Automobiles&Parts um nahezu 2,4 Prozent in die Höhe. Renault etwa gewannen 3,38 Prozent auf 49,49 Euro hinzu, nachdem in Medienberichten davon die Rede war, dass der französische Autobauer im Jahr 2013 mit drei Millionen verkauften Fahrzeugen rechnet. Auch Peugeot legten 1,38 Prozent zu und Volkswagen stiegen um 2,89 Prozent.

Die Entdeckung einer neuen Ölquelle vor der Küste Brasiliens stützte die Aktien von BG Group die als Favorit im britischen Leitindex FTSE 100 um 4,22 Prozent auf 1.382,50 Pence stiegen. Repsol-YPF gewannen als bester Wert im EuroStoxx 50 2,65 Prozent auf 22,695 Euro. Die beiden Energiekonzerne sind laut einem Analysten an der Erkundung beteiligt.

Im Fokus stand auch die Telekommunikationsbranche. Die holländische E-Plus-Mutter KPN kündigte ein Aktienrückkaufpaket an, hat im vierten Quartal operativ aber weniger verdient als von Analysten erwartet. Die Papiere reagierten mit einem Plus von 0,78 Prozent auf 11,635 Euro verhalten auf die Nachrichten.

Aktien des britischen Konkurrenten Vodafone gewannen in London 2,03 Prozent auf 183,15 Pence, was Händler mit optimistischen Aussagen des US-Wettbewerbers Verizon und Neuigkeiten beim Medienkonzern Vivendi begründeten. Die Franzosen haben ihre restlichen Anteile am US-Unterhaltungskonzern NBC Universal an General Electric verkauft. Laut Händlern sei damit der Weg frei, um mit Vodafone über einen Kauf der Anteile am französischen Mobilfunkanbieter SFR zu sprechen. Vivendi-Papiere legten indes 0,53 Prozent zu. (awp/mc/ps/13)

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